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Winnen als "Dolles Dorf" im Hessen-Fernsehen
Winterwanderung der Gymnastikgruppe MUMM am 18. Februar 2012
Mumm-Wagen für Festzug wurde geschmückt
Winterwanderung der Gymnastikgruppe Mumm am 19. Februar 2011
"Wenner Ronde" lud zum Backhausfest ein am 21. August 2010
Winterwanderung der Gymnastikgruppe "Mumm" am 13. Februar 2010
Kultur, Geschichte und Genuss bei Ausflug der Männergymnastikgruppe
HR-Fernsehen filmte in der Ratzmühle
Hessischer Rundfunk interviewte "Wenner Ronde" und "Rasenmähertruppe"
Mauerreste am "Pestilenzstrauch" werden freigelegt und rekonstruiert
Rasenmähertruppe mäht nicht nur Rasen
Kirmes 2009: Weckruf in Winnen am 17. August
Winterwanderung der Gymnastikgruppe "Mumm" am 28. Februar 2009
Evangelische Hubertusmesse in der Kirche zu Winnen am 11. November 2007
Orgel der ev. Kirche wurde restauriert
Fotos von Alt-Nordeck zum Gedenken an Johannes Wißner

Über die Kirche in Winnen und die Burgkapelle Nordeck
sowie die Kirche von Wermertshausen hat der evangelische
Pfarrer des Kirchspiels, Dr. Markus Zink ein informatives
Büchlein verfasst.
Es ist im Ev. Pfarramt Winnen für 8,50 Euro erhältlich.
Nähere Angaben am Ende dieser Seite.


Pfarrer Zink schreibt einleitend:
"Winnen liegt auf einem Hügelplateau über dem Lumdatal zwischen Marburg und Grünberg.
Der Blick öffnet sich nach Süden und Westen bis in den Vogelsberg und das Gleiberger Land.
Im Tal liegen Allendorf an der Lumda, Treis und die Londorfer Rabenau. Die Pfarrei Winnen umfasst heute die Dörfer Nordeck, Wermertshausen und Winnen selbst. Sie kann eine lange und ereignisreiche Vergangenheit vorweisen. Von den Anfängen und der Entstehung ihrer drei Gotteshäuser handelt die folgende Untersuchung. Dazu gehört auch die Betrachtung der kirchlichen Kunstwerke. Im Fall des Winnener Chorfensters handelt es sich um ein Kleinod oberhessischer Kunstgeschichte, das mit den Werken der Elisabethkirche Marburg verglichen wird. ...
Winnen besaß schon lange vor der jetzigen Kirche, die um 1320 fertiggestellt wurde, ein eigenes Gotteshaus. Dessen Geschichte reicht möglicherweise bis ins 10. Jahrhundert oder noch früher zurück."


"Die Nordecker Burgkapelle gehört zu den ältesten noch aktiven Sakralgebäuden im weiteren Umfeld."

"In Nordeck wurde hessische Geschichte geschrieben. Im 13. Jahrhundert ist es - noch vor Marburg - die Keimzelle der Landgrafschaft Hessen, die sich von Thüringen unabhängig
machte. Für kurze Zeit war hier faktisch die Hauptstadt Hessens. Auch später noch blieb die Geschichte der Nordecker Burg und der Winnener Kirche eng mit den Landgrafen verbunden.
Heute gehört die Pfarrei zur Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck."
Zitate (wenn nicht anders angegeben) aus:
Markus Zink:
Die Pfarrei Winnen
Kirchen - Kunst - Geschichte
Ein Kirchenführer
Hrsgg. von der Evangelischen Kirchengemeinde Winnen
Verlag Evangelischer Medienverband Kassel, 2004
Die Pfarrei Winnen
Kirchen - Kunst - Geschichte
WINNEN (kim). Am Freitag, dem 2. März 2012 filmte ein Fernsehteam des Hessen-Fernsehens für die Serie "Dolles Dorf" der Hessenschau markante Ereignisse, Gruppen und Persönlichkeiten in Winnen. Zuerst übergab der bisherige Ortsvorsteher Kai Schäfer die Schlüssel für einige öffentliche Gebäude an seinen Nachfolger Raphael Omokoko, was in Wirklichkeit schon 2011 geschehen war, aber der Redakteur Jens Kölker wünschte es so. Während das Backhaus für das spätere Lohkuchenbacken angeheizt wurde, erklärte Herbert Schmidt dem Team die Bedeutung einer quadratischen Steinplatte im Rosenplatz, die das Interesse der Fernsehleute geweckt hatte. Sie war ursprünglich wenige Meter weiter unter dem "Schwarzen Brett" angebracht, damit die Leute die Anschläge besser lesen konnten. Zweimal in der Woche stand hier früher auch der Ausrufer des Dorfes, der mit der Glocke die amtlichen Bekanntmachungen ankündigte und vorlas. Im Zuge der Straßenerneuerung wurde die Platte auf den Rosenplatz versetzt, weil an der alten Stelle kein Platz mehr dafür war.
Anschließend führte Karl Henkel seinen Kramer-Traktor aus dem Baujahr 1954 vor. Mit seinen 11 PS war er damals ein gewaltiger Fortschritt gegenüber Pferde- und Kuhgespannen und diente anfangs den Landwirten des Dorfes gemeinsam. Von einer Anhöhe über dem Dorf versuchte das Team, trotz des Nebels eine Totalaufnahme des Dorfes zu drehen.
In der Zwischenzeit bereiteten Margitta Lich, Irmgard Henkel und Brunhilde Schmidt die Lohkuchen vor und erklärten seine Entstehung und Rezeptur. Er wurde zu Großmutters Zeiten nach dem Brotbacken aus dem übriggebliebenen Brotteig gebacken und mit schmackhaftem Belag versehen. Anschließend wurden sie vom Backhausmeister Herbert Schmidt in den heißen Backofen geschoben und er erklärte dabei, worauf es bei der Glut ankommt, damit der Kuchen gelingt. Die fertigen Kuchen wurden anschließend direkt vom Blech von den Fernsehleuten und dem zahlreich erschienenen Publikum mit Genuss verzehrt.
Danach begab man sich zur Kirche mit umgebendem Friedhof. Hier begann die "Wenner Ronde" mit Ausbesserungsarbeiten an einem gepflasterten und inzwischen holprig gewordenen Weg zur Kirche. Stadtrat Werner Thielemann wurde von Jens Kölker nach den Beweggründen und Tätigkeiten dieser Gruppe gefragt und erklärte, dass sie sich die Verschönerung des Ortes zur Aufgabe gemacht habe. So habe man im vergangenen Jahr die Kirche umfangreich renoviert und pflege regelmäßig den Friedhof. Auch mit Landschaftspflege sei man befasst und habe zum Beispiel Entbuschungsarbeiten in der Schweinskaute und am Pestilenzstrauch durchgeführt. Alle Tätigkeiten geschähen ehrenamtlich und seien aus der Tradition der früheren "Hand- und Spanndienste" entstanden. Kurt Mank, der "inoffizielle Vorsitzende" der Wenner Ronde ergänzte, dass neben der Arbeit auch die Geselligkeit nicht zu kurz komme. So gebe es jährlich eine Maiwanderung, Ausflugfahrten, ein Backhausfest -natürlich mit Lohkuchen. Für 2012 sei eine Fahrt nach London geplant.
In der Kirche sang anschließend der Kirchenchor der evangelisch-lutherischen Gemeinde Winnen mit Wermertshausen unter Leitung von Barbara Frank einige Lieder. Zum Schluss drehte das Team das Training der Handballmädchen des TSV Nordeck-Winnen in der Turnhalle der Gesamtschule Lumdatal in Allendorf, wo die E- und D-Jugend-Spielerinnen dem runden Leder nachjagden.
Die Mannschaft des HR mit Jens Kölker (Reporter), Willi Klutzinna (Ton), Peter Henrich (Beleuchtung), und Andreas Nitsch (Kamera), zollte den Mitwirkenden ein großes Lob. Alle hätten sich an die Spielregeln gehalten und so für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.
Aus dem umfangreichen Material wurde schließlich ein Beitrag von etwa 5 Minuten Dauer am Samstagabend in der Hessenschau gezeigt. Außerdem nimmt Winnen damit am Wettbewerb "Dolles Dorf" im Jahr 2013 teil.
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Am Samstag, dem 18. Februar 2012 wanderten etwa 40 Mitglieder der Männergymnastikgruppe MUMM ("Maßvoll und motiviert mitmachen") mit ihren Partnerinnen von Nordeck nach Climbach. Im dortigen Bürgerhaus war das Essen á la carte bereits vorbestellt. Weil ich nicht mitwandern konnte, gibt es von der Wanderung keine Bilder.
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Die diesjährige Wanderung führte durch den Nordecker Wald zum Gasthaus Eißner in Roßberg.
Einen Bericht gibt es nicht, hier sind einige Fotos:
Rast am Dreihäuser Kreuz

| Rast am Dreihäuser Kreuz | ||
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| In der Gaststätte | ||
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| In der Gaststätte | ||
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Am Samstag, dem 21. August 2010 veranstaltete die "Wenner Ronde" (Winner Runde) auf dem Hof des evangelischen Gemeindehauses ihr alljährliches Backhausfest. Alle dabei angebotenen Speisen wie Lohkuchen, Zwiebelkuchen, Pizza sowie am Nachmittag süße Kuchen wurden von den Frauen der Gruppe gespendet, lediglich der Brotteig wurde von einem Bäcker bezogen. Die verschiedenen Beläge hatten sie bereits zuhause zubereitet, in der Küche des Gemeindehauses wurde der Teig belegt. Diesmal waren es 48 Bleche, die nach und nach zum 100 Meter entfernten Backhaus gefahren und dort gebacken wurden. Die Backhausmeister Herbert Schmidt und Heinz Piscator besorgten dies fachkundig, dort wurden die fertigen Kuchen von Hannelore Piscator sogleich in verkaufsgerechte Stücke geschnitten. Für den Transport waren Karl Henkel und Herbert Arnold verantwortlich. Die Spenden organisierte Brunhilde Schmidt.
Gleich zu Beginn herrschte großer Andrang an der Verkaufstheke, so dass die Backhausmannschaft mit dem Backen kaum nachkam. Einige Besucher holten sich hier ihr Mittagessen für zuhause ab, die meisten machten es sich aber bei dem herrlichen Sommerwetter unter den aufgespannten Sonnenschirmen bequem und verzehrten die Köstlichkeiten in gemütlicher Runde an Ort und Stelle.
Nachdem die Blechkuchen ausverkauft waren, wurde Kaffee und Kuchen angeboten, bei dem viele Besucher noch bis in den späten Nachmittag beisammen blieben.
Am 13. Februar 2010 sollte die traditionelle Winterwanderung der Gymnastikgrupp Mumm (Maßvoll und motiviert mitmachen) mit dem Ziel Rauischholzhausen stattfinden. Leider waren die vorgesehenen Wald- und Feldwege hoch verschneit und unter dem Schnee gab es stellenweise Glatteis. Das Risiko von Stürzen und Knochenbrüchen wollten die Wanderführer nicht eingehen, deshalb fuhren die Wanderer mit ihren Autos zum Schloss Rauischholzhausen.
Vor dem Mittagessen gab Karl Henkel, der bis zu seiner Pensionierung der "gute Geist des Schlosses" (Hausmeister) war, den Teilnehmern einen geschichtlichen Überblick über die Entstehung des Schlosses im 19. Jahrhundert. Das Schloss entstand in den Jahren 1871-1875 im Auftrag des saarländischen Industriellen Stumm, der 1888 von Kaiser Friedrich III. in den erblichen Adelsstand erhoben wurde.
Das Schloss ist ganz auf Repräsentation eingerichtet.Der Park ist im englischen Stil angelegt, weitgehend der Natur angepasst und mit annähernd 300 verschiedenen Baumarten bepflanzt.
Die Wandergruppe vor dem Schloss bei der Führung durch Karl Henkel (rechts)
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Am Mittagsbüffett
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Beim Mittagessen
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Beim Mittagessen
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Beim Mittagessen
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Am Schlossteich
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Enten und Schwäne auf dem fast zugefrorenen Schlossteich
NORDECK-WINNEN (kim). 52 Mitglieder und Freunde des TSV Nordeck-Winnen starteten am Samstagmorgen, dem 10. Oktober 2009, zu einem Tagesausflug in die Vulkaneifel und das Ahrtal. Karl Henkel und Werner Müller hatten diese Fahrt für die Senioren-Männergymnastikgruppe "Mumm" (Maßvoll und motiviert mitmachen), einer Abteilung des TSV, und ihre Ehefrauen organisiert und hatten dazu weitere Mitfahrer eingeladen.
Frühstück auf dem ParkplatzFrühstück auf dem Parkplatz |
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Zunächst wurde das Benediktinerkloster Maria Laach in der Vulkaneifel angesteuert. Nach dem Frühstück auf dem Parkplatz informierte eingangs ein Film über das Leben der Mönche im Tageslauf sowie die Klosteranlage, in dem auch Bereiche zu sehen waren, die nicht öffentlich zugänglich sind. Je nach Interesse konnte anschließend die imposante Kirche, die Gärtnerei, der Obstgarten oder die Buch- und Kunsthandlung besichtigt werden. Gemäß der Ordensregel des Hl. Benedikt "Bete und arbeite" (Ora et labora) verdienen die Mönche durch ihre Arbeit den Lebensunterhalt im Kloster selbst.
Klosterkirche Maria Laach
Danach besuchte die Gruppe die "Dokumentationsstätte Regierungsbunker" im Silberberg bei Bad Neuenahr-Ahrweiler, wozu sie einen steilen Anstieg zu Fuß bewältigen musste. Diese Anlage sollte im Kriegsfall als "Ausweichsitz der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland" dienen und unterlag bis 1992 höchster Geheimhaltung. Sie wurde von 1960 bis 1972 in einem Eisenbahntunnel eingerichtet, wurde aber nie für diesen Zweck benutzt. Der Tunnel wurde 1913-1914 für eine geplante Eisenbahnstrecke vom Ruhrgebiet in das damals vom Deutschen Kaiserreich besetzte Lothringen erbaut, die Strecke wurde aber nie gebaut. Nach Ende des Kalten Kriegs wurde die Geheimhaltung aufgehoben und man stellte nach der Wiedervereinigung in den Spionageakten der Nationalen Volksarmee fest, dass die damalige DDR über jeden Schritt der Planung und des Ausbaus bestens informiert war. Seit 2005 wurde im 200 m langen Eingangsteil des Tunnels eine Dokumentationsstätte mit Museum eingerichtet.
| Im Regierungsbunker | Der Führer informiert | Fernmelderaum |
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| Weitere Informationen | Erstaunte Besucher | |
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| Erstaunte Besucher | ||
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| Erschöpft von den vielen Eindrücken |
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Nach dem Abstieg vom Silberberg kehrten die Teilnehmer beim "Ahrweiler Winzer-Verein eG" ein, der 1874 gegründet wurde, um den erzeugten Wein selbst zu vermarkten und dem Preisdiktat der Zwischenhändler zu entgehen. Zur Zeit gehören dieser Genossenschaft 66 Winzer an, die 23 Hektar Rebfläche bewirtschaften und zu 85 Prozent Rotweine erzeugen. Nach einer Führung durch den historischen Gewölbekeller mit Informationen zur Weinherstellung schloss sich in der Weinstube des Kellers eine gemütliche Weinprobe an, bei der Kellermeister Günter Stickel in humorvoller Weise aus der Geschichte und der gegenwärtigen Praxis des Weinbaus und der Traubenverarbeitung plauderte.
Auf der Rückfahrt kehrte die Reisegruppe in einem Restaurant in Nauborn ein und beschloss diesen Tag mit einem reichhaltigen Abendessen.
Besuch vom Hessen-Fernsehen bekam der Nordecker Papageienzüchter Karl-Jürgen Haas in der Ratzmühle am Montag, dem 5. Oktober 2009 durch Reporter Reinhard Schall, der einen Bericht für die Sendung "Hessentipps" erstellen wird. Eingangs filmte Schall einen "Spaziergang" des Züchters mit einem zwei Monate jungen handaufgezogenen Kronenkranich, der vor kurzem seinen Partner verloren hat und nun ganz auf den Menschen fixiert ist. In der Küche zeigte Haas die Futterzubereitung und anschließend die Fütterung von Jungtieren mittels einer Spritze. Ältere Vögel fütterte er mit Körnerfutter und Obststücken und erklärte dem Reporter ausgiebig seine Zuchtprinzipien. Zum Schluss ging Schall auch in einige Volieren, um verschiedene Papageienarten aus nächster Nähe zu filmen. Gesendet wird der Beitrag nach Aussage des Reporters am Freitag, dem 9. Oktober 2009 im Rahmen der Sendung "Hessentipps" um 18.50 Uhr im Hessen-Fernsehen.
Fotos konnten leider nur im Außenbereich gemacht werden, weil in den Innenräumen der Blitz und das Auslösegeräusch der Kamera die Filmaufnahmen gestört hätten.
| Vogelzüchter Karl-Jürgen Haas | mit Kronenkranich Berta | und Reporter Reinhard Schall |
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Berta untersucht das Objektiv |
Über dieses Foto war Herr Schall erbost! |
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Am Donnerstag, dem 1. Oktober 2009 war Eva Deppe vom Regionalstudio Gießen-Mittelhessen des Senders hr4 in Winnen, um den Organisator der "Rasenmähertruppe" in diesem Ortsteil, Karl Henkel, zu den Aktivitäten dieser Gruppe zu befragen. Henkel berichtete der Reporterin, was in den letzten Jahren von den Männern für die Allgemeinheit geleistet wurde und damit der Stadt an Kosten gespart wurde. Er betonte auch, dass die Stadt der Gruppe jede gewünschte Unterstützung zukommen lässt und zum Beispiel die Maschinen für die Arbeiten zur Verfügung stellt. Auch wenn eine Aufgabe die Möglichkeiten der Gruppe übersteige, seien die Arbeiter des städtischen Bauhofs zur Stelle, um sie zu unterstützen.
Anschließend fuhr Frau Deppe mit Henkel zum Ausgrabungsplatz "Am Pestilenzstrauch", wo ihr Dr. Jochen Karl Auskunft zu der dort vorgenommenen Freilegung der Begrenzungsmauer am früheren Pestfriedhof gab. Danach befragte sie mehrere der dort tätigen Mitglieder der "Wenner Ronde", warum sie ihre Freizeit mit dieser Arbeit verbringen. Alle betonten, dass sie hier eine sinnvolle Aufgabe für die Allgemeinheit erbringen und stolz seien, ein wertvolles archäologisches Kulturgut zu sichern und der Nachwelt zugänglich zu machen. Stadtrat Werner Thielemann, der auch zur "Wenner Ronde" gehört und an der Ausgrabung mitarbeitet, lobte im Namen des Magistrats das Engagement der Gruppe, wodurch der Stadt viel Geld gespart werde.
Wann der Beitrag in der Regionalsendung um 12.05 Uhr oder 16.05 Uhr in hr 4-Mittelhessen gesendet wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
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Älteren Bürgern der Stadt Allendorf ist noch bekannt, dass in dem Gemarkungsgebiet mit der Bezeichnung "Am Pestilenzstrauch" ein Friedhof lag. Er dürfte im 17. Jahrhundert entstanden sein, als bei der Pest von 1635 die Stadtbewohner aus Angst vor Erkrankung aus der Stadt in die Nähe des Waldrands flohen und dort in Behelfshütten hausten. Ihre Verstorbenen wurden auf einem schlichten Friedhof am Waldrand bestattet, der Abhang talwärts durch eine einfache Mauer aus im Wald anstehenden Basaltsteinen abgefangen. Die Steine sind nicht behauen und nur lose aufgeschichtet.
Nachdem die Mauer im Lauf der Zeit zugewachsen und durch Bodenerosion verdeckt war, konnte man sie im Gelände nicht mehr erkennen. Die freie Fläche vor und hinter der nicht mehr bekannten Mauer des ehemaligen Friedhofs wurde vor etwa 40 Jahren mit Fichten bepflanzt, die der Orkan Kyrill in 2007 fällte. Schon in den Jahren davor waren bei Forstarbeiten immer wieder Schäden an der Mauer entstanden. Brombeeren und Holunder überwucherten das Gelände, der Anblick war trostlos.
Doch zu diesem Zeitpunkt waren die Weichen für eine würdigere Zukunft des Denkmals Pestfriedhof bereits gestellt. Nach Auskunft von Ingrid Moser von der Landschaftspflegevereinigung (LPV) Gießen, die für die Stadt Allendorf Ausgleichsmaßnahmen plant und umsetzt, war die Stadt wegen erforderlicher Ausgleichsflächen für drei Baugebiete an die LPV herangetreten, darunter das Gewerbegebiet Löhrbachsgraben. Dafür wurde das Gebiet "Am Pestilenzstrauch" ausgewählt, das südlich des Pestfriedhofs liegt und entbuscht werden sollte.
As das Vorhaben Anfang 2008 im Naturschutzbeirat des Landkreises besprochen wurde, schlug der Climbacher Planer Dr. Jochen Karl vor, die Freilegung der Friedhofsmauer mit in die Planung einzubeziehen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt keiner wusste, wie viel von dem Denkmal noch erhalten war, konnte rasch eine Einigung mit den Fachbehörden erzielt werden. Bei einem Ortstermin mit Dr. Udo Recker vom Landesamt für Denkmalpflege und Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde im März 2008 wurden die noch erkennbaren Mauerreste inspiziert und vereinbart, die Mauer nach behutsamer Räumung des alten Gräberfeldes wieder freizulegen. Um die Mauer und eventuell auch noch vorhandene Gräber nicht zu gefährden, sollte auf die Rodung der noch zahlreichen Wurzelteller verzichtet werden. Das zuständige Forstamt Wettenberg zeigte sich hier sehr kooperativ und verzichtete auf die üblicherweise geforderte Ersatzaufforstung. Damit wird es möglich, Mauer und Friedhof wieder erlebbar zu machen und die Fläche künftig als Grünland von einer Schafherde extensiv beweiden zu lassen.
Anfang 2009 räumten Mitglieder des Angelsportvereins und der Freien Wähler Allendorf die Fläche von Stämmen und Wurzelwerk, damit eine Schafherde das Gebiet erstmals abweiden sollte. Neue Brombeeraustriebe verhinderten dieses Vorhaben, deshalb musste es mit einem Forstmulcher erneut bearbeitet werden.
Bei der jetzt begonnenen Freilegung der Mauerreste stellte sich zum Erstaunen von Dr. Karl heraus, dass diese deutlich besser erhalten ist als zunächst gedacht. Bereits jetzt ist erkennbar, dass sie einst mehr als 100 Meter lang war. Unter Aufsicht von Dr. Karl, der hierfür eine sogenannte Nachforschungsgenehmigung des Denkmalamtes erhalten hatte, legen nun Mitglieder der "Wenner Ronde" die Reste der Mauer frei und ergänzen sie dort, wo herabgestürzte Steine eindeutig einer Mauerlücke zuzuordnen sind. Eine darüber hinausgehende Rekonstruktion soll nicht erfolgen.
"Wir haben keine Bilder vom ursprünglichen Zustand der Mauer, deshalb müssen wir behutsam sein. Wichtigstes Ziel ist die Sicherung des Bestandes. Abschnitte, die vielleicht schon vor Jahrhunderten abgeräumt wurden, wollen wir nicht wiederherstellen. Das würde nur die Geschichte verfälschen und den Blick von dem lenken, was die Zeiten überdauert hat", führte Dr. Karl aus.
Da der Allendorfer Rundwanderweg unmittelbar an diesem Gelände verläuft, ist nach Fertigstellung der Arbeiten geplant, in der Nähe der Mauer eine Informationstafel aufzustellen.
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Wieder einmal im Einsatz war die "Rasenmähertruppe" Anfang September 2009 im Allendorfer Stadtteil Winnen. Im Jahr 2005 hat sich diese Gruppe gebildet, um damals in erster Linie die Rasenflächen auf dem Friedhof kurz zu halten. Herbert Arnold, Walter Heinzer, Heinz Piscator, Werner Thielemann, Hans-Eberhard Wißner, Karl Henkel und Wolfgang Sabl kümmern sich darum, einige von ihnen sind Mitglied in der "Wenner Ronde". Organisiert werden die Arbeitseinsätze von Karl Henkel.
Im Lauf der Jahre hat sich ihr Tätigkeitsbereich ausgeweitet, rund einhundert Stunden ihrer Freizeit setzen sie pro Jahr für die Gemeinschaft ein. So wurden in 2007 vier junge Bäume auf dem Friedhof gepflanzt und Pflegearbeiten an den vorhandenen Friedhofsbäumen durchgeführt. Auch die Thujahecke wurde zurückgeschnitten und eine Trockenmauer aufgesetzt.
Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der "Wenner Ronde" sowie Kirchenvorstandsmitgliedern wurden in 2008 rund 150 Quadratmeter Pflaster für den vergrößerten Parkplatz am Friedhof verlegt, nachdem einige Traktorfahrer die Pflastersteine herangeschafft und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs die Vorarbeiten erledigt hatten. Diese Aktion organisierte Kirchenvorsteher Herbert Arnold.
Im Jahr 2009 hat die "Rasenmähertruppe" bereits die Friedhofsbänke frisch gestrichen. An der Aussegnungshalle installierten sie eine neue Tür, die aus Spenden der "Wenner Ronde" und der Jagdgenossenschaft finanziert worden war.
Nicht zu vergessen sind die Frauen der "Wenner Ronde", die für das leibliche Wohl bei den Arbeitseinsätzen sorgen und damit "uns Männer bei Laune halten", wie Karl Henkel es ausdrückte.

Von links: Heinz Piscator, Hans-Eberhard Wißner, Herbert Arnold, Walter Heinzer, Werner Thielemann, Karl Henkel (Es fehlt Wolfgang Sabl)
Am Montagmorgen besuchten die Kirmesburschen und -mädchen zum "Weckruf" den Ortsteil Winnen. Auf dem "Ronde Platz", auch Rosenplatz genannt, spielte die Musik und wurde Freibier ausgeschenkt. Vor der Weiterfahrt stiegen die ehemaligen und gegenwärtigen "Määrtfrauen" (Marktfrauen) sowie Bürgermeister Hormann zu.
Hier sind einige Bilder vom Weckruf:








Die jährliche Winterwanderung der Männer der Senioren-Gymnastikgruppe "Mumm" (Maßvoll und motiviert mitmachen) mit Ehefrauen ist inzwischen schon zur Tradition geworden. Am Samstag, dem 28. Februar setzten sich rund 30 Wanderer vom Hof Henkel aus in Bewegung. Vorbei am Gasthaus "Schwarzer Mann" (Wilhelmshöhe) erreichte die Gruppe die Straße zur Fortbach. Hier wartete Gerhard Schönrock mit kalten und heißen Getränken, die dankbar angenommen wurden. Nach dieser Stärkung wanderte man weiter an der Fortbach vorbei durch Erbenhausen bis zum Gasthaus "Zur Hunsburg", wo ein kräftiges Mittagessen vorbestellt war - Schnitzel in mehreren Variationen.
Nach dem Essen musste sich der Berichterstatter wegen anderer Verpflichtungen verabschieden, deshalb gibt es vom Rückweg mit einer Einkehr zum Kaffeetrinken im Gasthaus Wilhelmshöhe keine Fotos.
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Das Essen war gut und reichlich viel!
Am Sonntag Kantate, dem 20. April 2008, feierte der Kirchenchor Winnen
sein 80-jähriges Bestehen. In dem Festgottesdienst wurde zugleich Pfarrer
Dr. Markus Zink verabschiedet, der die Gemeinde auf eigenen Wunsch verlässt.
Ein ausführlicher Bericht ist noch in Arbeit, hier sind schon mal einige Bilder:
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Winnen. Zu einer "Evangelischen Hubertusmesse" hatte die Evangelisch-
Lutherische Kirchengemeinde Winnen (einschließlich Nordeck und Wermertshausen)
am Sonntagabend in ihr Gotteshaus in Winnen eingeladen. In einem solchen
Gottesdienst werden die liturgischen Stücke von den Bläsern musikalisch gestaltet.
Dafür konnte das Bläserkorps "Sankt Hubertus - Lahn-Ohm" unter seinem Dirigenten
Bernhard Züchner gewonnen werden. Gemeindepfarrer Dr. Markus Zink sprach die
liturgischen Stücke und hielt die Predigt.
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Vorspiel vor dem Gotteshaus
Bläser haben im Altarraum Aufstellung genommen
Das Vorspiel zum Gottesdienst spielten die Bläser draußen vor der weit geöffneten
Kirchtür und zogen anschließend in die voll besetzte Kirche ein. Nach dem
Eingangslied und dem Psalm-Wechselgebet erklang der festliche Introitus, auf
den Bittruf folgte ein getragenes Kyrie und auf den Lobpreis antworteten die
Bläser mit einem schmetternden Gloria. Auf Schriftlesung und Glaubensbekenntnis
antworteten die Bläser mit einem Choral, in dem einige bekannte Jagdmelodien
verarbeitet waren.
Das Bläserkorps gestaltet die Liturgie musikalisch
Die Predigt stellte Pfarrer Dr. Zink unter einen Text aus dem Römerbrief
Kap. 8, 18-25. Der Mensch sei ebenso ein Teil der Schöpfung wie alle Tiere,
aber doch kein "nackter Affe", sondern Kind Gottes durch Christus. Dem Zyklus
des Lebens unterworfen, leben wir mit und von Tieren, auch durch die Jagd.
Dabei steht eine christlichen Jagdkultur in der Verantwortung, die Schöpfung
zu bewahren, die in der Liebe Christi einmal ganz erlöst werden wird. Die
Hubertuslegende, wie sie das "Ökumenische Heiligenlexikon" wiedergibt, wurde
in die Predigt einbezogen. Danach zieht Hubert, der um 700 gelebt hat, an
einem Karfreitag trotz Warnungen seiner Ehefrau zur Jagd und verfolgt einen
prächtigen Hirschen. Kurz bevor der Jäger den Bolzen abschießt, wendet sich
das Tier zu ihm, ein strahlendes Kreuz erscheint mitten in seinem Geweih und
eine klagende Stimme spricht: 'Hubertus, ich erlöste dich und dennoch verfolgst
du mich!' Hubert fleht um Erbarmen, wirft seine Waffe fort, baut sich eine Hütte
aus Baumzweigen und führt fortan ein weltabgeschiedenes bußfertiges Leben.
In dieser Legende, so Zink, vereine sich die Ehrfurcht vor Gott mit der
Ehrfurcht vor seinem Geschöpf.
Auf die Predigt antwortete das Bläserkorps mit dem getragenen Sanctus und der
Hubertushymne. Bei den "Glocken" wechselten sich Gesamtchor und Solisten ab.
Auf das Vaterunser folgte ein Agnus Dei, und vor dem Segen begleiteten die
Bläser den Gemeindegesang "Großer Gott, wir loben dich". Nach dem Segen erklang
zum Abschluss des Gottesdienstes der Hubertusmarsch.
Nachspiel vor dem Gotteshaus
Das Büfett
Nach dem Auszug bot das Bläserkorps vor der Kirche noch einige bekannte Jagdlieder
dar, die von den zahlreichen Zuhörern mit kräftigem Beifall bedacht wurden.
Anschließend waren die Bläser und Mitarbeiter zu einem kleinen Imbiss in das
Gemeindehaus eingeladen.

Das Büfett
Im Gemeindesaal
Allendorf/Lumda-Winnen (jwr). Vor genau 100 Jahren wurde in Winnen die
historische Dorfkirche renoviert und mit einer Orgel ausgestattet. Nun scheute
die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde weder Kosten noch Mühen, damit
"beliebte Stücke von Bach und anderen wieder gut spielbar sind", wie Pfarrer
Dr. Markus Zink hofft.

Seit dem Sommer vergangenen Jahres wurde die Orgel im Gotteshaus zu
Winnen von Grund auf erneuert und ein neues Register eingesetzt.
Wie Dr. Zink im Gespräch mit der Allgemeinen Zeitung erläuterte,
wurden - wegen fehlender hochwertiger Metalle - während des Zweiten
Weltkrieges lediglich Zinkpfeifen in das Instrument eingebaut, was
damals keine Seltenheit gewesen sei.
"Die Wartung ist schon sehr aufwändig", sagt der für Nordeck, Winnen
und Wermertshausen zuständige Pfarrer. Besonders Temperaturschwankungen
hatten das empfindliche Kircheninstrument klanglich sehr in Mitleidenschaft
gezogen. Bei der auch deshalb notwendig gewordenen Restaurierung wurden
bewegliche Verschleißteile aus Holz und Metall ersetzt. Das komplette
Innenleben der Orgel musste gereinigt wrden. Ferner, so Dr. Zink, wurde eine
Vier-Fuß-Röhrflöte eingebaut und damit der Klang deutlich verbessert.

Der Pfarrer freute sich besonders, dass von Gemeindemitgliedern insgesamt
11 400 Euro für die Arbeiten an ihrer Orgel gespendet wurden, was einem
Anteil von etwa zwei Dritteln der Gesamtkosten entspricht. Der restliche
Teil sei "seitens der Landeskirche unter Zuhilfenahme älterer kommunaler
Baulastpflichten" getragen worden.
Bereits am ersten Adventssonntag des vergangenen Jahres war die neu
erstrahlte und erklingende Orgel in der farbenfrohen Kirche mit einem
Konzert wieder eingeweiht worden. Zu Gehör brachten mehrere Musiker, die
sich mit Winnen und seiner Kirche verbunden fühlen, geistliche Werke vom
17. bis zum 20. Jahrhundert, darunter Kompositionen von Johann Pachelbel,
Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude und Gordan Young.

Mitwirkende waren unter anderem Chor der evangelisch-lutherischen
Kirchengemeinde, der evangelische Posaunenchor aus Allendorf,
Hiltrud Erbach mit der Solotrompete, die Organisten Friedhelm Schäfer,
Herrmann Römer und Barbara Frank sowie die Kreiskantorin für
Marburg-Land, Christiane Kessler.
Text: Jonas Wissner für Gießener Allgemeine Zeitung; Fotos Karl Heinrich Imig
Die im 12. Jh. angelegte Burg Nordeck, Stammsitz eines gleichnamigen
Geschlechts, seit dem 13. Jh. Eigentum der Landgrafen von Hessen, ist heute
im Besitz der Grafen von Schwerin zu Friedelhausen. Die Burg war einst eine
wichtige Sperre der Straße von Mainz nach Amöneburg. Seit 1925 beherbergt
sie ein Landschulheim.
Die kleine, aber gut erhaltene Anlage ist eine Hangburg mit Halsgraben,
Schildmauer und rundem Bergfried (12./13. Jh.) an der Angriffsseite.
Gebäude des 14. bis 17. Jh. umstehen an drei Seiten einen engen Burghof
mit altem Brunnen.
Die Burgkapelle liegt in der Vorburg, deren Mauern einen Teil des am Hang
liegenden Ortes umschlossen.
Das Alter dieser Burgkapelle wird aus ihren Abmessungen zurückgeschlossen,
Urkunden gibt es nicht. Der "römische Fuß", der ihren Abmessungen zugrunde
liegt, wurde bis zum 11. Jh. verwendet. In dieser Zeit wurde diese Kapelle
mit der Hauptanlage der Burg aus Basalt und Lungstein erbaut.
"Die Nordecker Burgkapelle gehört zu den ältesten noch aktiven Sakralgebäuden
im weiten Umfeld. In Nordeck wurde hessische Geschichte geschrieben.
Im 13. Jh. ist es - noch vor Marburg - die Keimzelle der Landgrafschaft Hessen,
die sich von Thüringen unabhängig machte. Für kurze Zeit war hier faktisch die
Hauptstadt Hessens." (Zink, S. 5)
| Der Chorraum | Wappen an der Empore | Die Kanzel |
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Der erste urkundliche Hinweis auf einen Burgherrn ist aus späterer Zeit und
nennt einen Adolf von Nordeck 1222. Als Siedlung wird Nordeck an der Lumda
jedoch schon 1093 erwähnt. Das Dorf setzt aber die Burg voraus, also kann die
Erbauung vor 1100 als sicher angenommen werden.
Die Kapelle steht nahe der inneren Festungsmauer und gehörte zur ehemaligen
Vorburg. Einst war ihr Grundriss ein Rechteck aus zwei fast quadratischen
Teilen, der eine als Chorraum mit Altar, der andere nur ein wenig größere
für die Besucher.
Das romanische Kreuzgratgewölbe über dem Chor wird von "Eckvorlagen" getragen.
An einer dieser Eckvorlagen entdeckte man bei der Renovierung Anfang der
50er Jahre des vorigen Jh. ein originelles Fresko unbekannten Alters.
"Es zeigt einen rotbraunen Teufelskopf, der in den Altarraum starrt ...
Die Malerei wurde wieder übertüncht - auf Wunsch der Gemeinde, weil das Bild
manchen Besucher beunruhigte."
Ob der große Bogen, der die beiden alten Raumteile trennt, einstmals rund war
und erst später zugespitzt wurde, ist nicht sicher. Einen größeren Eingriff
hat das Gebäude im Jahre 1708 erfahren. Dach und Decke wurden erneuert, ebenso
Portal und Fenster. Eine Empore wurde eingebaut und ein Dachreiter mit Glockenstuhl
aufgesetzt. Drei runde Holzstützen tragen diese Konstruktion. Außerdem wurde der
Gemeinderaum durch einen höher gelegenen Bereich nach Norden erweitert.
Die Herren von Nordeck hatten vermutlich die Absicht, ihre Kapelle für eine
ständige Benutzung zum Sonntagsgottesdienst umzugestalten. Davor haben nur
Gottesdienste für die Burgbewohner, aber kaum Gemeindegottesdienste hier
stattgefunden. Auf Beschwerde der Patronatsfamilie verfügt das Marburger
Kirchenkonsistorium in den Jahren 1733 und 1780 einen regelmäßigen Turnus
für Winnen und Nordeck.
Doch schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. war die Kapelle wieder verfallen
und wurde rund 40 Jahre nicht genutzt. In der Zwischenzeit wurde eine Renovierung
von der Kirchenleitung abgelehnt mit dem Argument, die Kapelle sei nur Privateigentum.
Erst 1842 wurde sie wieder hergestellt, aber auch danach haben keine regelmäßigen
Gottesdienste stattgefunden. Der damalige Pfarrer lehnte sie ab mit der Begründung,
dass die Kirchengemeinde Winnen dadurch in zwei Gemeinden auseinandergerissen
würde.
Dennoch ist die Kapelle unter Einsatz freiwilliger Mitarbeiter in 1933/34
aufwändig renoviert worden. Sie war wiederum seit 30 Jahren nicht mehr
benutzt worden und diente als Rumpelkammer. Trauungen und Taufen sollten
dort gehalten werden können, dieser Gebrauch hat sich aber erst 1952
durchgesetzt.
Bei dieser Renovierung wurde das Kopfsteinpflaster im Altarraum durch
Sandsteinplatten ersetzt. Es entstand der heutige Altar und das Patronatsgestühl
auf der Empore. Auf Gestühl und Brüstung sieht man die Wappen derer von Schwerin,
Eulenburg und Nordeck.
Dem Schriftenmaler Rudolf Koch, der damals auf der Burg zu Gast war, wurde
es erlaubt, die heute noch sichtbaren Schriftzüge an die Ostwand des Chorraums
zu setzen. Ohne Vorzeichnung und in 20 Minuten schrieb er in gotischen Lettern
den Vers Psalm 103,13 (Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich
der Herr über die, die in fürchten) und Jesaja 40,31 (Die auf den Herren harren,
kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler). Auch das Taufbecken
und die Altargeräte sind nach Kochs Entwürfen in der ortsansässigen Kunstschmiede
Schönwandt hergestellt worden.
| Der Taufstein | Das Altarkreuz | Außenansicht |
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Das Kreuz auf dem Altar besteht aus einem Holzkern mit glänzender
Messingauflage, entworfen ebenfalls von Rudolf Koch. An seinen vier Enden
trägt das Kreuz die Namen der vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und
Johannes. Die Kanten sind mit runden Nietköpfen verziert.
Die Basis bildet eine Stufenpyramide. Über die Mitte der Stufen sind
wellenförmige Streifen eingraviert wie fließendes Wasser. Darunter stehen
die Namen der Flüsse, die dem Paradies entströmen (Gen 2,10-14): Pischon,
Gihon, Tigris, Euphrat. In der Mitte auf der Pyramide thront das Kreuz als
Christussymbol.
Dieses Kreuz bildet nicht mehr das Marterholz ab, an dem Jesus starb.
Es ist ein leuchtendes Triumphkreuz für Christus als "Licht der Welt".
Der vergöttlichte Christus wird nicht in menschlicher Gestalt abgebildet,
sondern symbolisch dargestellt. Die Namen der Evangelisten erinnern an sein
Leben und Wirken, wie es die Bibel bezeugt.
Unser Dorfchronist, das älteste Mitglied des OHGV-Zweigvereins Nordeck e. V.,
ist im Alter von 93 Jahren am 26. Februar 2007 verstorben. Vor etwa einem
halben Jahr übergab er mir einige Fotos vom alten Nordeck mit der Bitte,
sie im Internet zu präsentieren.
Leider war ich bis heute nicht dazu gekommen, sie für das Internet zu bearbeiten
und zu veröffentlichen.
Hier sind sie nun - zum Gedenken an Johannes Wißner:
Klicke das Bild an, das Du groß sehen möchtest.
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Johannes Wißner (rechts) Eine Hochzeit
bei "Stelzenbachs" um 1930
am 1. August 1918

Hof und Familie Wißner
Burg Nordeck
um 1940 (undatiert)
Ratzmühle bis 1848

Ansichten vom Dorf (undatiert)
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Heutige Rabenauer Straße Ehrendamen beim Sängerfest 1930
mit Geschäft von Vultee

Informationen zur Geschichte von Nordeck und Winnen finden Sie auch
auf der Seite von Bernd Rummler, Allendorf
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