Winnen und Nordeck



Diese Seite ist Bestandteil der privaten Präsentation von Karl Heinrich Imig.

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Bilder aus Winnen und Nordeck

Zehn Jahre Gymnastikgruppe "Mumm" am 17. Oktober 2012

Männer-Gymnastikgruppe "Mumm" erkundete Thüringen am 13. Oktober 2012

Winnen als "Dolles Dorf" im Hessen-Fernsehen

Winterwanderung der Gymnastikgruppe MUMM am 18. Februar 2012

Mumm-Wagen für Festzug wurde geschmückt

Winterwanderung der Gymnastikgruppe Mumm am 19. Februar 2011

"Wenner Ronde" lud zum Backhausfest ein am 21. August 2010

Winterwanderung der Gymnastikgruppe "Mumm" am 13. Februar 2010

Kultur, Geschichte und Genuss bei Ausflug der Männergymnastikgruppe

HR-Fernsehen filmte in der Ratzmühle

Hessischer Rundfunk interviewte "Wenner Ronde" und "Rasenmähertruppe"

Mauerreste am "Pestilenzstrauch" werden freigelegt und rekonstruiert

Rasenmähertruppe mäht nicht nur Rasen

Kirmes 2009: Weckruf in Winnen am 17. August

Winterwanderung der Gymnastikgruppe "Mumm" am 28. Februar 2009

80-jähriges Jubiläum des Kirchenchors Winnen und
Verabschiedung von Pfarrer Dr. Markus Zink am 20. April 2008

Evangelische Hubertusmesse in der Kirche zu Winnen am 11. November 2007

Orgel der ev. Kirche wurde restauriert

Die Nordecker Burgkapelle

Fotos von Alt-Nordeck zum Gedenken an Johannes Wißner


Aufgang zur Kirche von Winnen

Aufgang zur Kirche

Die Kirche in Winnen

Die Kirche in Winnen

Über die Kirche in Winnen und die Burgkapelle Nordeck sowie die Kirche von Wermertshausen hat der evangelische Pfarrer des Kirchspiels, Dr. Markus Zink ein informatives Büchlein verfasst.
Es ist im Ev. Pfarramt Winnen für 8,50 Euro erhältlich.
Nähere Angaben am Ende dieser Seite.

Die Kirche in Winnen

Blick auf einen Teil des Dorfes von Norden

Blick auf einen Teil des Dorfes

Pfarrer Zink schreibt einleitend:
"Winnen liegt auf einem Hügelplateau über dem Lumdatal zwischen Marburg und Grünberg. Der Blick öffnet sich nach Süden und Westen bis in den Vogelsberg und das Gleiberger Land. Im Tal liegen Allendorf an der Lumda, Treis und die Londorfer Rabenau. Die Pfarrei Winnen umfasst heute die Dörfer Nordeck, Wermertshausen und Winnen selbst. Sie kann eine lange und ereignisreiche Vergangenheit vorweisen. Von den Anfängen und der Entstehung ihrer drei Gotteshäuser handelt die folgende Untersuchung. Dazu gehört auch die Betrachtung der kirchlichen Kunstwerke. Im Fall des Winnener Chorfensters handelt es sich um ein Kleinod oberhessischer Kunstgeschichte, das mit den Werken der Elisabethkirche Marburg verglichen wird. ...

Winnen besaß schon lange vor der jetzigen Kirche, die um 1320 fertiggestellt wurde, ein eigenes Gotteshaus. Dessen Geschichte reicht möglicherweise bis ins 10. Jahrhundert oder noch früher zurück."

In der Advents- und Weihnachtszeit wird die Kirche angestrahlt und ist weit im Lumdatal zu sehen:


Die angestrahlte Kirche

Die Rosenstraße von Süden

Die Rosenstraße von Süden

Nordeck
Ortseingang aus Richtung Allendorf

Nordeck Ortseingang

Löwenkopf an einem Hauseingang

Löwenkopf

Rabenauer Straße in Richtung Londorf

Rabenauer Straße

"Die Nordecker Burgkapelle gehört zu den ältesten noch aktiven Sakralgebäuden im weiteren Umfeld."

Burgkapelle in Nordeck

"In Nordeck wurde hessische Geschichte geschrieben. Im 13. Jahrhundert ist es - noch vor Marburg - die Keimzelle der Landgrafschaft Hessen, die sich von Thüringen unabhängig machte. Für kurze Zeit war hier faktisch die Hauptstadt Hessens. Auch später noch blieb die Geschichte der Nordecker Burg und der Winnener Kirche eng mit den Landgrafen verbunden.
Heute gehört die Pfarrei zur Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck."

Zitate (wenn nicht anders angegeben) aus:

Markus Zink:
Die Pfarrei Winnen
Kirchen - Kunst - Geschichte
Ein Kirchenführer
Hrsgg. von der Evangelischen Kirchengemeinde Winnen
Verlag Evangelischer Medienverband Kassel, 2004
Die Pfarrei Winnen
Kirchen - Kunst - Geschichte

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Zehn Jahre Gymnastikgruppe "Mumm" am 17.Oktober 2012

Am 17. Oktober 2002 trafen sich acht Männer im frühen Seniorenalter, also über 50 Jahre, erstmals in der Turnhalle des Nordecker Bürgerhauses zur gemeinsamen Gymnastikstunde. Karl Henkel und Werner Müller waren die Initiatoren, und weitere sechs Interessierte waren erschienen, nachdem ihnen bewusst geworden war, wie wenig Sport sie treiben. Gründungsmitglieder waren neben den Vorgenannten Michael Zientek, Joachim Zientek, Wilfried Hofmann, Helmut Baude, Alfred Rösser und Karl Heinrich Imig. Sie gaben sich den Namen "Mumm" als Abkürzung für "Maßvoll und motiviert mitmachen" und bilden seitdem eine Abteilung des TSV 1911 Nordeck-Winnen.

Am letzten Mittwoch, zufällig wieder der 17. Oktober, feierte die Gruppe ihr zehnjähriges Bestehen. Sie ist inzwischen auf 23 Mitglieder angewachsen und trifft sich nach wie vor mittwochs in wechselnder Besetzung. Im Schnitt nehmen immer etwa 15 Männer an den Übungsstunden teil. Das Prinzip heißt von Anfang an bis heute: "Jeder macht das mit, was er kann, und lässt weg, was er nicht mehr bewältigt."

Am Festabend gab Werner Müller einen kurzen Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre und erwähnte, dass von der ersten Stunde bis heute Karl Henkel und er die Übungsleiter sind. Im Sommer wird eine Pause gemacht. Um etwas Abwechslung und Neues in die Übungsstunden zu bringen, ist seit acht Jahren jeweils von Januar bis März eine Rückenschule von zehn Einheiten mit Ilse Roswag integriert.

Daneben wird auch die Geselligkeit gepflegt. Eine Winterwanderung mit einem gemütlichen Abschluss ist meist die erste Veranstaltung des Jahres, darüber hinaus gibt es immer wieder weitere Anlässe zum Feiern, wie zum Beispiel die Geburtstage der Gruppenmitglieder. Einige Aktive unternehmen auch jährlich eine längere Radtour, manchmal mit einer Anfahrt mit Bus oder Bahn.

Etwas Besonderes ist der Jahresausflug mit den Frauen. So war man 2005 am Rhein, 2006 in der Rhön, 2007 im Technikmuseum Sinsheim und in Heidelberg, 2008 im Dampflokwerk Meiningen und im Erlebnisbergwerk Merkers, 2009 im Kloster Maria Laach und im Ahrtal mit dem Regierungsbunker aus dem Kalten Krieg, 2010 in Mainfranken und Würzburg und schließlich vor wenigen Tagen auf der Wartburg, im Nationalpark Hainich und Erfurt.

Die Grüße des TSV Nordeck-Winnen überbrachte der zweite Vorsitzende Robert Kreuter in Vertretung des verhinderten Vorsitzenden Bernd Schmidt. Er überreichte ein Geldgeschenk des Vereins, mit dem das Festessen bezahlt werden konnte. Er würdigte die Unterstützung der Mumm-Gruppe beim 100jährigen Jubiläum des TSV im vergangenen Jahr und wünschte, dass sie noch viele Jahre gemeinsam Gymnastik treiben können und in einer funktionierenden harmonischen Gruppe zusammenbleiben.

Zum Abschluss der Feier zeigte Manfred Seipp eine Bilderschau mit den Höhepunkten der vergangenen zehn Jahre, bei der viele Erinnerungen an die gemeinsamen Unternehmungen wieder geweckt wurden.

Beim Sektempfang







Die Mumm-Gruppe am Jubiläumsabend

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Männer-Gymnastikgruppe "Mumm" erkundete Thüringen am 13.Oktober 2012

Ziele waren Wartburg, Nationalpark Hainich und Landeshauptstadt Erfurt
Altstadt-Rundfahrt mit historischer Straßenbahn

NORDECK (kim). Jede Woche trifft sich die Männer-Gymnastikgruppe Mumm ("Maßvoll und motiviert mitmachen") des TSV Nordeck-Winnen im großen Saal des Bürgerhauses Nordeck zum einstündigen Ausdauer- und Muskeltraining für Senioren. Einmal im Jahr unternimmt die Gruppe aber auch eine Tagesfahrt mit Partnerinnen und Freunden. Sie führte diesmal am letzten Samstag mit 41 Personen nach Thüringen zur Wartburg bei Eisenach, in den Nationalpark Hainich und in die Landeshauptstadt Erfurt. Vorbereitet und geleitet wurde der Ausflug von den Gruppenmitgliedern Hartmut Boeger und Helmut Fauser.

Nach einem kräftigen Frühstück auf dem Wartburg-Parkplatz wagte der größte Teil der Teilnehmer den Aufstieg über 173 Treppenstufen zur Wartburg, während einige Mitfahrer mit Knie- oder Atemproblemen lieber die Eselstation in der Nähe besichtigten.

Nächste Station war der über Thüringen hinaus bekannte Nationalpark Hainich, in dem der Baumkronenpfad erwandert wurde. Sehr beeindruckt waren die Teilnehmer von der Aussicht auf die Baumkronen von oben und die vielen schriftlichen und bildlichen Erläuterungen am Rande.

Schließlich führte die Fahrt nach Erfurt auf den Domplatz. Hier wurde die Mumm-Gruppe bereits von einer historischen Straßenbahn aus den sechziger Jahren erwartet, mit der eine 90minütige Rundfahrt durch die Altstadt unternommen wurde. Eine Stadtführerin gab ausführliche Erläuterungen zu vielen historischen Gebäuden innerhalb des ehemaligen Stadtmauerrings, von denen einige zu DDR-Zeiten zum Abriss vorgesehen waren. Nach Bürgerprotesten blieben sie aber stehen und wurden nach der Wende saniert. Außerhalb des Mauerrings wurden am Ende des 19. Jahrhunderts, nachdem die Stadt keine Festung mehr war, sehr schöne Jugendstilvillen vorwiegend von wohlhabenden Bürgern errichtet, von denen einige noch auf ihre Sanierung warten.

Nach der Rundfahrt geleitete die Stadtführerin die Gruppe zur Krämerbrücke und erklärte deren Entstehung und Namensgebung. Sie ist die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. Sie wurde zunächst aus Holz und 1325 aus Stein errichtet, ist 120 Meter lang und war ursprünglich mit 62 schmalen Häusern bebaut, die später zu 32 Häusern zusammengefasst wurden. In ihnen befinden sich heute Galerien und Lädchen mit handbemalter Keramik, Lauschaer Glas, Schmuck, Kunsthandwerk und Unstrut-Weinen.

Nach diesem Rundgang kehrte die Gruppe im Restaurant "Feuerkugel" ein und beschloss den informativen Tag mit einem reichhaltigen Abendessen.

Auf dem Domplatz in Erfurt

Auf dem Domplatz in Erfurt

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Aufstieg zur Wartburg Die Wartburg Nationalpark Hainich:
In der Wackelbrücke
Aufstieg zur Wartburg             Die Wartburg             In der Wackelbrücke
In der Wackelbrücke Am Nationalpark Hainich Am Nationalpark Hainich
In der Wackelbrücke Am Nationalpark Hainich Am Nationalpark Hainich
40 m hoher Turm
im Baumkronenpfad
Warten auf die Straßenbahn In der historischen Straßenbahn
40 m hoher Turm im Baumkronenpfad 40 m hoher Turm im Baumkronenpfad In der historischen Straßenbahn
In der historischen Straßenbahn
In der historischen Straßenbahn In der historischen Straßenbahn In der historischen Straßenbahn
In der historischen Straßenbahn Vor dem Rathaus in Erfurt Stadtführung
In der historischen Straßenbahn Vor dem Rathaus in Erfurt Stadtführung

Vor dem Rathaus in Erfurt

Vor dem Rathaus in Erfurt

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Winnen als "Dolles Dorf" im Hessen-Fernsehen

Hessen-Fernsehen filmte "dolles Dorf" Winnen

WINNEN (kim). Am Freitag, dem 2. März 2012 filmte ein Fernsehteam des Hessen-Fernsehens für die Serie "Dolles Dorf" der Hessenschau markante Ereignisse, Gruppen und Persönlichkeiten in Winnen. Zuerst übergab der bisherige Ortsvorsteher Kai Schäfer die Schlüssel für einige öffentliche Gebäude an seinen Nachfolger Raphael Omokoko, was in Wirklichkeit schon 2011 geschehen war, aber der Redakteur Jens Kölker wünschte es so. Während das Backhaus für das spätere Lohkuchenbacken angeheizt wurde, erklärte Herbert Schmidt dem Team die Bedeutung einer quadratischen Steinplatte im Rosenplatz, die das Interesse der Fernsehleute geweckt hatte. Sie war ursprünglich wenige Meter weiter unter dem "Schwarzen Brett" angebracht, damit die Leute die Anschläge besser lesen konnten. Zweimal in der Woche stand hier früher auch der Ausrufer des Dorfes, der mit der Glocke die amtlichen Bekanntmachungen ankündigte und vorlas. Im Zuge der Straßenerneuerung wurde die Platte auf den Rosenplatz versetzt, weil an der alten Stelle kein Platz mehr dafür war.
Anschließend führte Karl Henkel seinen Kramer-Traktor aus dem Baujahr 1954 vor. Mit seinen 11 PS war er damals ein gewaltiger Fortschritt gegenüber Pferde- und Kuhgespannen und diente anfangs den Landwirten des Dorfes gemeinsam. Von einer Anhöhe über dem Dorf versuchte das Team, trotz des Nebels eine Totalaufnahme des Dorfes zu drehen. In der Zwischenzeit bereiteten Margitta Lich, Irmgard Henkel und Brunhilde Schmidt die Lohkuchen vor und erklärten seine Entstehung und Rezeptur. Er wurde zu Großmutters Zeiten nach dem Brotbacken aus dem übriggebliebenen Brotteig gebacken und mit schmackhaftem Belag versehen. Anschließend wurden sie vom Backhausmeister Herbert Schmidt in den heißen Backofen geschoben und er erklärte dabei, worauf es bei der Glut ankommt, damit der Kuchen gelingt. Die fertigen Kuchen wurden anschließend direkt vom Blech von den Fernsehleuten und dem zahlreich erschienenen Publikum mit Genuss verzehrt.
Danach begab man sich zur Kirche mit umgebendem Friedhof. Hier begann die "Wenner Ronde" mit Ausbesserungsarbeiten an einem gepflasterten und inzwischen holprig gewordenen Weg zur Kirche. Stadtrat Werner Thielemann wurde von Jens Kölker nach den Beweggründen und Tätigkeiten dieser Gruppe gefragt und erklärte, dass sie sich die Verschönerung des Ortes zur Aufgabe gemacht habe. So habe man im vergangenen Jahr die Kirche umfangreich renoviert und pflege regelmäßig den Friedhof. Auch mit Landschaftspflege sei man befasst und habe zum Beispiel Entbuschungsarbeiten in der Schweinskaute und am Pestilenzstrauch durchgeführt. Alle Tätigkeiten geschähen ehrenamtlich und seien aus der Tradition der früheren "Hand- und Spanndienste" entstanden. Kurt Mank, der "inoffizielle Vorsitzende" der Wenner Ronde ergänzte, dass neben der Arbeit auch die Geselligkeit nicht zu kurz komme. So gebe es jährlich eine Maiwanderung, Ausflugfahrten, ein Backhausfest -natürlich mit Lohkuchen. Für 2012 sei eine Fahrt nach London geplant.
In der Kirche sang anschließend der Kirchenchor der evangelisch-lutherischen Gemeinde Winnen mit Wermertshausen unter Leitung von Barbara Frank einige Lieder. Zum Schluss drehte das Team das Training der Handballmädchen des TSV Nordeck-Winnen in der Turnhalle der Gesamtschule Lumdatal in Allendorf, wo die E- und D-Jugend-Spielerinnen dem runden Leder nachjagden.
Die Mannschaft des HR mit Jens Kölker (Reporter), Willi Klutzinna (Ton), Peter Henrich (Beleuchtung), und Andreas Nitsch (Kamera), zollte den Mitwirkenden ein großes Lob. Alle hätten sich an die Spielregeln gehalten und so für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.
Aus dem umfangreichen Material wurde schließlich ein Beitrag von etwa 5 Minuten Dauer am Samstagabend in der Hessenschau gezeigt. Außerdem nimmt Winnen damit am Wettbewerb "Dolles Dorf" im Jahr 2013 teil.

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Am Vorabend Vorbesprechung im Gemeindehaus Winnen
Am Vorabend             Vorbesprechung             im Gemeindehaus Winnen
Das Kamerateam filmt im Dorf Nach der Schlüsselübergabe Zuschauer und Offizielle
Das Kamerateam filmt im Dorf Nach der Schlüsselübergabe Zuschauer und Offizielle
Herbert Schmidt erklärt die
Bedeutung der Steinplatte
am Rosenplatz

Karl Henkel führt seinen Traktor
Baujahr 1954 vor
Steinplatte am Rosenplatz Karl Henkel führt seinen Traktor Baujahr 1954 vor
Lohkuchenbleche werden ins
Backhaus gebracht
Irmgard Henkel und Margitta Lich
belegen die Bleche
Die fertigen Kuchenbleche
warten auf das Backen
Irmgard Henkel, Margitta Lich und Brunhilde Schmidt tragen Lohkuchenbleche ins Backhaus Irmgard Henkel und Margitta Lich belegen die Bleche Die fertigen Kuchenbleche warten auf das Backen
Herbert Schmidt und Werner
Thielemann beschicken
den Backofen

Lohkuchenessen auf der Straße

Mitglieder der "Wenner Ronde"
arbeiten am Friedhofsweg
Herbert Schmidt und Werner Thielemann beschicken den Backofen Lohkuchenessen auf der Straße Mitglieder der
Reporter Jens Kölker interviewt
Werner Thielemann
Reporter Jens Kölker interviewt Werner Thielemann

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Winterwanderung der Gymnastikgruppe MUMM am 18. Februar 2012

Am Samstag, dem 18. Februar 2012 wanderten etwa 40 Mitglieder der Männergymnastikgruppe MUMM ("Maßvoll und motiviert mitmachen") mit ihren Partnerinnen von Nordeck nach Climbach. Im dortigen Bürgerhaus war das Essen á la carte bereits vorbestellt. Weil ich nicht mitwandern konnte, gibt es von der Wanderung keine Bilder.

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Mumm-Wagen für Festzug wurde geschmückt 19. August 2011



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Winterwanderung der Gymnastikgruppe Mumm am 19. Februar 2011

Die diesjährige Wanderung führte durch den Nordecker Wald zum Gasthaus Eißner in Roßberg.
Einen Bericht gibt es nicht, hier sind einige Fotos:

Rast am Dreihäuser Kreuz



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Rast am Dreihäuser Kreuz
Rast am Dreihäuser Kreuz           Rast am Dreihäuser Kreuz           Rast am Dreihäuser Kreuz
In der Gaststätte
In der Gaststätte In der Gaststätte In der Gaststätte
In der Gaststätte
In der Gaststätte In der Gaststätte In der Gaststätte

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"Wenner Ronde" lud zum Backhausfest ein

Am Samstag, dem 21. August 2010 veranstaltete die "Wenner Ronde" (Winner Runde) auf dem Hof des evangelischen Gemeindehauses ihr alljährliches Backhausfest. Alle dabei angebotenen Speisen wie Lohkuchen, Zwiebelkuchen, Pizza sowie am Nachmittag süße Kuchen wurden von den Frauen der Gruppe gespendet, lediglich der Brotteig wurde von einem Bäcker bezogen. Die verschiedenen Beläge hatten sie bereits zuhause zubereitet, in der Küche des Gemeindehauses wurde der Teig belegt. Diesmal waren es 48 Bleche, die nach und nach zum 100 Meter entfernten Backhaus gefahren und dort gebacken wurden. Die Backhausmeister Herbert Schmidt und Heinz Piscator besorgten dies fachkundig, dort wurden die fertigen Kuchen von Hannelore Piscator sogleich in verkaufsgerechte Stücke geschnitten. Für den Transport waren Karl Henkel und Herbert Arnold verantwortlich. Die Spenden organisierte Brunhilde Schmidt.
Gleich zu Beginn herrschte großer Andrang an der Verkaufstheke, so dass die Backhausmannschaft mit dem Backen kaum nachkam. Einige Besucher holten sich hier ihr Mittagessen für zuhause ab, die meisten machten es sich aber bei dem herrlichen Sommerwetter unter den aufgespannten Sonnenschirmen bequem und verzehrten die Köstlichkeiten in gemütlicher Runde an Ort und Stelle.
Nachdem die Blechkuchen ausverkauft waren, wurde Kaffee und Kuchen angeboten, bei dem viele Besucher noch bis in den späten Nachmittag beisammen blieben.

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Karl Henkel und Herbert Arnold
bringen die Blechkuchen

Karl lädt die Bleche ab

Andrang beim Verkauf
Karl Henkel und Herbert Arnold bringen die Blechkuchen           Karl lädt die Bleche ab           Andrang beim Verkauf

Gäste im Pfarrhof
Gäste im Pfarrhof Gäste im Pfarrhof Gäste im Pfarrhof
Die Kuchen sind schnell
verkauft

Spülerinnen
Ausverkauft!
Warten auf Nachschub
Die Kuchen sind schnell verkauft Spülerinnen Ausverkauft!Warten auf Nachschub

Nachschub kommt!

Die Backhausmannschaft
Nachschub kommt! Die Backhausmannschaft

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Winterwanderung der Gymnastikgruppe "Mumm" am 13. Februar 2010

Am 13. Februar 2010 sollte die traditionelle Winterwanderung der Gymnastikgrupp Mumm (Maßvoll und motiviert mitmachen) mit dem Ziel Rauischholzhausen stattfinden. Leider waren die vorgesehenen Wald- und Feldwege hoch verschneit und unter dem Schnee gab es stellenweise Glatteis. Das Risiko von Stürzen und Knochenbrüchen wollten die Wanderführer nicht eingehen, deshalb fuhren die Wanderer mit ihren Autos zum Schloss Rauischholzhausen.
Vor dem Mittagessen gab Karl Henkel, der bis zu seiner Pensionierung der "gute Geist des Schlosses" (Hausmeister) war, den Teilnehmern einen geschichtlichen Überblick über die Entstehung des Schlosses im 19. Jahrhundert. Das Schloss entstand in den Jahren 1871-1875 im Auftrag des saarländischen Industriellen Stumm, der 1888 von Kaiser Friedrich III. in den erblichen Adelsstand erhoben wurde.
Das Schloss ist ganz auf Repräsentation eingerichtet.Der Park ist im englischen Stil angelegt, weitgehend der Natur angepasst und mit annähernd 300 verschiedenen Baumarten bepflanzt.

Die Wandergruppe vor dem Schloss bei der Führung durch Karl Henkel (rechts)

Die Wandergruppe vor dem Schloss bei der Führung durch Karl Henkel (rechts)

Am Mittagsbüffett

Am Mittagsbüffett

Beim Mittagessen

Beim Mittagessen

Beim Mittagessen

Beim Mittagessen

Beim Mittagessen

Beim Mittagessen

Am Schlossteich

Am Schlossteich

Enten und Schwäne auf dem fast zugefrorenen Schlossteich

Enten und Schwäne auf dem fast zugefrorenen Schlossteich

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Kultur, Geschichte und Genuss bei Ausflug der Männergymnastikgruppe

Maria Laach, Regierungsbunker und Weinkellerei im Ahrtal besichtigt

NORDECK-WINNEN (kim). 52 Mitglieder und Freunde des TSV Nordeck-Winnen starteten am Samstagmorgen, dem 10. Oktober 2009, zu einem Tagesausflug in die Vulkaneifel und das Ahrtal. Karl Henkel und Werner Müller hatten diese Fahrt für die Senioren-Männergymnastikgruppe "Mumm" (Maßvoll und motiviert mitmachen), einer Abteilung des TSV, und ihre Ehefrauen organisiert und hatten dazu weitere Mitfahrer eingeladen.

Frühstück auf dem Parkplatz

Frühstück auf dem Parkplatz


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Frühstück auf dem Parkplatz
Frühstück auf dem Parkplatz           Frühstück auf dem Parkplatz           Frühstück auf dem Parkplatz


Zunächst wurde das Benediktinerkloster Maria Laach in der Vulkaneifel angesteuert. Nach dem Frühstück auf dem Parkplatz informierte eingangs ein Film über das Leben der Mönche im Tageslauf sowie die Klosteranlage, in dem auch Bereiche zu sehen waren, die nicht öffentlich zugänglich sind. Je nach Interesse konnte anschließend die imposante Kirche, die Gärtnerei, der Obstgarten oder die Buch- und Kunsthandlung besichtigt werden. Gemäß der Ordensregel des Hl. Benedikt "Bete und arbeite" (Ora et labora) verdienen die Mönche durch ihre Arbeit den Lebensunterhalt im Kloster selbst.

Klosterkirche Maria Laach

Klosterkirche Maria Laach

Danach besuchte die Gruppe die "Dokumentationsstätte Regierungsbunker" im Silberberg bei Bad Neuenahr-Ahrweiler, wozu sie einen steilen Anstieg zu Fuß bewältigen musste. Diese Anlage sollte im Kriegsfall als "Ausweichsitz der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland" dienen und unterlag bis 1992 höchster Geheimhaltung. Sie wurde von 1960 bis 1972 in einem Eisenbahntunnel eingerichtet, wurde aber nie für diesen Zweck benutzt. Der Tunnel wurde 1913-1914 für eine geplante Eisenbahnstrecke vom Ruhrgebiet in das damals vom Deutschen Kaiserreich besetzte Lothringen erbaut, die Strecke wurde aber nie gebaut. Nach Ende des Kalten Kriegs wurde die Geheimhaltung aufgehoben und man stellte nach der Wiedervereinigung in den Spionageakten der Nationalen Volksarmee fest, dass die damalige DDR über jeden Schritt der Planung und des Ausbaus bestens informiert war. Seit 2005 wurde im 200 m langen Eingangsteil des Tunnels eine Dokumentationsstätte mit Museum eingerichtet.

Im Regierungsbunker Der Führer informiert Fernmelderaum
Im Regierungsbunker           Der Führer informiert           Fernmelderaum
Weitere Informationen Erstaunte Besucher
Weitere Informationen Erstaunte Besucher Erstaunte Besucher
Erstaunte Besucher
Erstaunte Besucher Erstaunte Besucher Erstaunte Besucher
Erschöpft von den
vielen Eindrücken
Erschöpft von den vielen Eindrücken Erschöpft von den vielen Eindrücken

Nach dem Abstieg vom Silberberg kehrten die Teilnehmer beim "Ahrweiler Winzer-Verein eG" ein, der 1874 gegründet wurde, um den erzeugten Wein selbst zu vermarkten und dem Preisdiktat der Zwischenhändler zu entgehen. Zur Zeit gehören dieser Genossenschaft 66 Winzer an, die 23 Hektar Rebfläche bewirtschaften und zu 85 Prozent Rotweine erzeugen. Nach einer Führung durch den historischen Gewölbekeller mit Informationen zur Weinherstellung schloss sich in der Weinstube des Kellers eine gemütliche Weinprobe an, bei der Kellermeister Günter Stickel in humorvoller Weise aus der Geschichte und der gegenwärtigen Praxis des Weinbaus und der Traubenverarbeitung plauderte.

Führung durch die Kellerei Weinprobe
Führung durch die Kellerei           Führung durch die Kellerei           Weinprobe
Weinprobe
Weinprobe Weinprobe Weinprobe
Die Stimmung steigt!
Die Stimmung steigt! Die Stimmung steigt! Die Stimmung steigt!
Weinprobe, die vierte!
Weinprobe, die vierte! Weinprobe, die vierte! Weinprobe, die vierte!
Namensbrüder: Karl und Karl Arbeit auf dem Hof
Namensbrüder: Karl und Karl Arbeit auf dem Hof
Arbeit auf dem Hof Die getrennten Trauben Auch Kinder arbeiten mit
Arbeit auf dem Hof Die getrennten Trauben Auch Kinder arbeiten mit

Auf der Rückfahrt kehrte die Reisegruppe in einem Restaurant in Nauborn ein und beschloss diesen Tag mit einem reichhaltigen Abendessen.

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HR-Fernsehen filmte in der Ratzmühle

Bericht über Nordecker Papageienzucht am 9. Okt. 2009 in "Hessentipps"

Besuch vom Hessen-Fernsehen bekam der Nordecker Papageienzüchter Karl-Jürgen Haas in der Ratzmühle am Montag, dem 5. Oktober 2009 durch Reporter Reinhard Schall, der einen Bericht für die Sendung "Hessentipps" erstellen wird. Eingangs filmte Schall einen "Spaziergang" des Züchters mit einem zwei Monate jungen handaufgezogenen Kronenkranich, der vor kurzem seinen Partner verloren hat und nun ganz auf den Menschen fixiert ist. In der Küche zeigte Haas die Futterzubereitung und anschließend die Fütterung von Jungtieren mittels einer Spritze. Ältere Vögel fütterte er mit Körnerfutter und Obststücken und erklärte dem Reporter ausgiebig seine Zuchtprinzipien. Zum Schluss ging Schall auch in einige Volieren, um verschiedene Papageienarten aus nächster Nähe zu filmen. Gesendet wird der Beitrag nach Aussage des Reporters am Freitag, dem 9. Oktober 2009 im Rahmen der Sendung "Hessentipps" um 18.50 Uhr im Hessen-Fernsehen.
Fotos konnten leider nur im Außenbereich gemacht werden, weil in den Innenräumen der Blitz und das Auslösegeräusch der Kamera die Filmaufnahmen gestört hätten.

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Vogelzüchter Karl-Jürgen Haas mit Kronenkranich Berta und Reporter Reinhard Schall
Vogelzüchter Karl-Jürgen Haas            mit Kronenkranich Berta           und Reporter Reinhard Schall

Berta untersucht das Objektiv
Über dieses Foto war
Herr Schall erbost!
Berta untersucht das Objektiv Über dieses Foto war Herr Schall erbost!

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Hessischer Rundfunk interviewte "Wenner Ronde" und "Rasenmähertruppe"

Am Donnerstag, dem 1. Oktober 2009 war Eva Deppe vom Regionalstudio Gießen-Mittelhessen des Senders hr4 in Winnen, um den Organisator der "Rasenmähertruppe" in diesem Ortsteil, Karl Henkel, zu den Aktivitäten dieser Gruppe zu befragen. Henkel berichtete der Reporterin, was in den letzten Jahren von den Männern für die Allgemeinheit geleistet wurde und damit der Stadt an Kosten gespart wurde. Er betonte auch, dass die Stadt der Gruppe jede gewünschte Unterstützung zukommen lässt und zum Beispiel die Maschinen für die Arbeiten zur Verfügung stellt. Auch wenn eine Aufgabe die Möglichkeiten der Gruppe übersteige, seien die Arbeiter des städtischen Bauhofs zur Stelle, um sie zu unterstützen.
Anschließend fuhr Frau Deppe mit Henkel zum Ausgrabungsplatz "Am Pestilenzstrauch", wo ihr Dr. Jochen Karl Auskunft zu der dort vorgenommenen Freilegung der Begrenzungsmauer am früheren Pestfriedhof gab. Danach befragte sie mehrere der dort tätigen Mitglieder der "Wenner Ronde", warum sie ihre Freizeit mit dieser Arbeit verbringen. Alle betonten, dass sie hier eine sinnvolle Aufgabe für die Allgemeinheit erbringen und stolz seien, ein wertvolles archäologisches Kulturgut zu sichern und der Nachwelt zugänglich zu machen. Stadtrat Werner Thielemann, der auch zur "Wenner Ronde" gehört und an der Ausgrabung mitarbeitet, lobte im Namen des Magistrats das Engagement der Gruppe, wodurch der Stadt viel Geld gespart werde. Wann der Beitrag in der Regionalsendung um 12.05 Uhr oder 16.05 Uhr in hr 4-Mittelhessen gesendet wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

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Karl Henkel wirft den
Rasenmäher an
Der Rasenmäher ist bereit Eva Deppe interviewt
Karl Henkel
Karl Henkel wirft den Rasenmäher an           Der Rasenmäher ist bereit           Eva Deppe interviewt Karl Henkel
Eva Deppe interviewt
Karl Henkel

vor der Kirche

Interview mit Dr. Jochen Karl
Eva Deppe interviewt Karl Henkel vor der Kirche Eva Deppe interviewt Karl Henkel vor der Kirche Interview mit Dr. Jochen Karl

Interview mit Dr. Jochen Karl
Interview mit einem
Mitarbeiter
und mit Stadtrat
Werner Thielemann
Interview mit Dr. Jochen Karl Interview mit einem Mitarbeiter Interview mit Stadtrat Werner Thielemann

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Gruppenbild mit Dame: Die freiwilligen Arbeiter am Pestilenzstrauch
mit Ingrid Moser (Bildmitte) und Dr. Jochen Karl (2. von links)


Gruppenbild mit Dame

Mauerreste am "Pestilenzstrauch" werden freigelegt und rekonstruiert

Arbeitseinsätze der "Wenner Ronde" am ehemaligen Pestfriedhof
Als Bodendenkmal von der Landesdenkmalbehörde unter Schutz gestellt

Älteren Bürgern der Stadt Allendorf ist noch bekannt, dass in dem Gemarkungsgebiet mit der Bezeichnung "Am Pestilenzstrauch" ein Friedhof lag. Er dürfte im 17. Jahrhundert entstanden sein, als bei der Pest von 1635 die Stadtbewohner aus Angst vor Erkrankung aus der Stadt in die Nähe des Waldrands flohen und dort in Behelfshütten hausten. Ihre Verstorbenen wurden auf einem schlichten Friedhof am Waldrand bestattet, der Abhang talwärts durch eine einfache Mauer aus im Wald anstehenden Basaltsteinen abgefangen. Die Steine sind nicht behauen und nur lose aufgeschichtet.

Nachdem die Mauer im Lauf der Zeit zugewachsen und durch Bodenerosion verdeckt war, konnte man sie im Gelände nicht mehr erkennen. Die freie Fläche vor und hinter der nicht mehr bekannten Mauer des ehemaligen Friedhofs wurde vor etwa 40 Jahren mit Fichten bepflanzt, die der Orkan Kyrill in 2007 fällte. Schon in den Jahren davor waren bei Forstarbeiten immer wieder Schäden an der Mauer entstanden. Brombeeren und Holunder überwucherten das Gelände, der Anblick war trostlos.

Doch zu diesem Zeitpunkt waren die Weichen für eine würdigere Zukunft des Denkmals Pestfriedhof bereits gestellt. Nach Auskunft von Ingrid Moser von der Landschaftspflegevereinigung (LPV) Gießen, die für die Stadt Allendorf Ausgleichsmaßnahmen plant und umsetzt, war die Stadt wegen erforderlicher Ausgleichsflächen für drei Baugebiete an die LPV herangetreten, darunter das Gewerbegebiet Löhrbachsgraben. Dafür wurde das Gebiet "Am Pestilenzstrauch" ausgewählt, das südlich des Pestfriedhofs liegt und entbuscht werden sollte.

As das Vorhaben Anfang 2008 im Naturschutzbeirat des Landkreises besprochen wurde, schlug der Climbacher Planer Dr. Jochen Karl vor, die Freilegung der Friedhofsmauer mit in die Planung einzubeziehen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt keiner wusste, wie viel von dem Denkmal noch erhalten war, konnte rasch eine Einigung mit den Fachbehörden erzielt werden. Bei einem Ortstermin mit Dr. Udo Recker vom Landesamt für Denkmalpflege und Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde im März 2008 wurden die noch erkennbaren Mauerreste inspiziert und vereinbart, die Mauer nach behutsamer Räumung des alten Gräberfeldes wieder freizulegen. Um die Mauer und eventuell auch noch vorhandene Gräber nicht zu gefährden, sollte auf die Rodung der noch zahlreichen Wurzelteller verzichtet werden. Das zuständige Forstamt Wettenberg zeigte sich hier sehr kooperativ und verzichtete auf die üblicherweise geforderte Ersatzaufforstung. Damit wird es möglich, Mauer und Friedhof wieder erlebbar zu machen und die Fläche künftig als Grünland von einer Schafherde extensiv beweiden zu lassen.

Anfang 2009 räumten Mitglieder des Angelsportvereins und der Freien Wähler Allendorf die Fläche von Stämmen und Wurzelwerk, damit eine Schafherde das Gebiet erstmals abweiden sollte. Neue Brombeeraustriebe verhinderten dieses Vorhaben, deshalb musste es mit einem Forstmulcher erneut bearbeitet werden. Bei der jetzt begonnenen Freilegung der Mauerreste stellte sich zum Erstaunen von Dr. Karl heraus, dass diese deutlich besser erhalten ist als zunächst gedacht. Bereits jetzt ist erkennbar, dass sie einst mehr als 100 Meter lang war. Unter Aufsicht von Dr. Karl, der hierfür eine sogenannte Nachforschungsgenehmigung des Denkmalamtes erhalten hatte, legen nun Mitglieder der "Wenner Ronde" die Reste der Mauer frei und ergänzen sie dort, wo herabgestürzte Steine eindeutig einer Mauerlücke zuzuordnen sind. Eine darüber hinausgehende Rekonstruktion soll nicht erfolgen.

"Wir haben keine Bilder vom ursprünglichen Zustand der Mauer, deshalb müssen wir behutsam sein. Wichtigstes Ziel ist die Sicherung des Bestandes. Abschnitte, die vielleicht schon vor Jahrhunderten abgeräumt wurden, wollen wir nicht wiederherstellen. Das würde nur die Geschichte verfälschen und den Blick von dem lenken, was die Zeiten überdauert hat", führte Dr. Karl aus.

Da der Allendorfer Rundwanderweg unmittelbar an diesem Gelände verläuft, ist nach Fertigstellung der Arbeiten geplant, in der Nähe der Mauer eine Informationstafel aufzustellen.

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Mitglieder der Wenner Ronde bei der Arbeit unter Aufsicht von
Dr. Jochen Karl
Mitglieder der Wenner Ronde           bei der Arbeit           unter Aufsicht von Dr. Jochen Karl
Arbeitsanweisungen
Arbeitsanweisungen Arbeitsanweisungen Arbeitsanweisungen
Arbeitsanweisungen Einer arbeitet, die anderen
schauen zu!
Arbeitsanweisungen Arbeitsanweisungen Einer arbeitet, die anderen schauen zu!
Jetzt aber alle an die Arbeit! Ein überwucherter Stein
Jetzt aber alle an die Arbeit! Ein überwucherter Stein Ein überwucherter Stein
Arbeit an der Mauer Freischneiden
Arbeit an der Mauer Arbeit an der Mauer Freischneiden
Freischneiden und Freilegen Abräumen
Freischneiden und Freilegen Abräumen
Abräumen Der bereits rekonstruierte
Mauerteil
Abräumen Der bereits rekonstruierte Mauerteil Der bereits rekonstruierte Mauerteil

Noch ein Gruppenbild

Noch ein Gruppenbild

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Rasenmähertruppe mäht nicht nur Rasen

Neue Bäume gepflanzt, alte Bäume gepflegt, Parkplatz gepflastert

Wieder einmal im Einsatz war die "Rasenmähertruppe" Anfang September 2009 im Allendorfer Stadtteil Winnen. Im Jahr 2005 hat sich diese Gruppe gebildet, um damals in erster Linie die Rasenflächen auf dem Friedhof kurz zu halten. Herbert Arnold, Walter Heinzer, Heinz Piscator, Werner Thielemann, Hans-Eberhard Wißner, Karl Henkel und Wolfgang Sabl kümmern sich darum, einige von ihnen sind Mitglied in der "Wenner Ronde". Organisiert werden die Arbeitseinsätze von Karl Henkel.

Im Lauf der Jahre hat sich ihr Tätigkeitsbereich ausgeweitet, rund einhundert Stunden ihrer Freizeit setzen sie pro Jahr für die Gemeinschaft ein. So wurden in 2007 vier junge Bäume auf dem Friedhof gepflanzt und Pflegearbeiten an den vorhandenen Friedhofsbäumen durchgeführt. Auch die Thujahecke wurde zurückgeschnitten und eine Trockenmauer aufgesetzt.

Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der "Wenner Ronde" sowie Kirchenvorstandsmitgliedern wurden in 2008 rund 150 Quadratmeter Pflaster für den vergrößerten Parkplatz am Friedhof verlegt, nachdem einige Traktorfahrer die Pflastersteine herangeschafft und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs die Vorarbeiten erledigt hatten. Diese Aktion organisierte Kirchenvorsteher Herbert Arnold.

Im Jahr 2009 hat die "Rasenmähertruppe" bereits die Friedhofsbänke frisch gestrichen. An der Aussegnungshalle installierten sie eine neue Tür, die aus Spenden der "Wenner Ronde" und der Jagdgenossenschaft finanziert worden war.

Nicht zu vergessen sind die Frauen der "Wenner Ronde", die für das leibliche Wohl bei den Arbeitseinsätzen sorgen und damit "uns Männer bei Laune halten", wie Karl Henkel es ausdrückte.



Von links: Heinz Piscator, Hans-Eberhard Wißner, Herbert Arnold, Walter Heinzer, Werner Thielemann, Karl Henkel (Es fehlt Wolfgang Sabl)

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Kirmes 2009: Weckruf in Winnen am 17. August

Am Montagmorgen besuchten die Kirmesburschen und -mädchen zum "Weckruf" den Ortsteil Winnen. Auf dem "Ronde Platz", auch Rosenplatz genannt, spielte die Musik und wurde Freibier ausgeschenkt. Vor der Weiterfahrt stiegen die ehemaligen und gegenwärtigen "Määrtfrauen" (Marktfrauen) sowie Bürgermeister Hormann zu.
Hier sind einige Bilder vom Weckruf:

























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Winterwanderung der Gymnastikgruppe "Mumm" am 28. Februar 2009

Die jährliche Winterwanderung der Männer der Senioren-Gymnastikgruppe "Mumm" (Maßvoll und motiviert mitmachen) mit Ehefrauen ist inzwischen schon zur Tradition geworden. Am Samstag, dem 28. Februar setzten sich rund 30 Wanderer vom Hof Henkel aus in Bewegung. Vorbei am Gasthaus "Schwarzer Mann" (Wilhelmshöhe) erreichte die Gruppe die Straße zur Fortbach. Hier wartete Gerhard Schönrock mit kalten und heißen Getränken, die dankbar angenommen wurden. Nach dieser Stärkung wanderte man weiter an der Fortbach vorbei durch Erbenhausen bis zum Gasthaus "Zur Hunsburg", wo ein kräftiges Mittagessen vorbestellt war - Schnitzel in mehreren Variationen.
Nach dem Essen musste sich der Berichterstatter wegen anderer Verpflichtungen verabschieden, deshalb gibt es vom Rückweg mit einer Einkehr zum Kaffeetrinken im Gasthaus Wilhelmshöhe keine Fotos.

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Vor dem Abmarsch auf Hof Henkel Stärkung am Wegesrand
Vor dem Abmarsch auf Hof Henkel             Vor dem Abmarsch auf Hof Henkel             Stärkung am Wegesrand

Kalte und

heiße Getränke

werden dankbar angenommen
Kalte und heiße Getränke werden dankbar angenommen

Mittagessen
Mittagessen Mittagessen Mittagessen

Schon leicht benebelt?

Das Objektiv war beschlagen!

Nach dem Essen
Schon leicht benebelt? Das Objektiv war beschlagen! Nach dem Essen
Nach dem Essen Prost!
Nach dem Essen Prost! Nach dem Essen


Das Essen war gut und reichlich viel!

Das Essen war gut und reichlich viel!

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80-jähriges Jubiläum des Kirchenchors Winnen und
Verabschiedung von Pfarrer Dr. Markus Zink am 20. April 2008

Am Sonntag Kantate, dem 20. April 2008, feierte der Kirchenchor Winnen sein 80-jähriges Bestehen. In dem Festgottesdienst wurde zugleich Pfarrer Dr. Markus Zink verabschiedet, der die Gemeinde auf eigenen Wunsch verlässt.
Ein ausführlicher Bericht ist noch in Arbeit, hier sind schon mal einige Bilder:

Der Jubiläumschor

Der Jubiläumschor

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Chor in der Kirche Chor in der Kirche Kinderchor der Teutonia Nordeck
Chor in der Kirche       Chor in der Kirche       Kinderchor der Teutonia Nordeck
Konfirmanden überreichen
Abschiedsgeschenk

Im Gemeindesaal

Im Gemeindesaal
Konfirmanden überreichen Abschiedsgeschenk Im Gemeindesaal Im Gemeindesaal
Im Gemeindesaal Im Gemeindesaal Auf dem Kirchhof
Im Gemeindesaal Im Gemeindesaal Auf dem Kirchhof

Auf dem Kirchhof
Pfr. Zink und
Pfr. em. Vogelsberg
Pfr. Zink und
Pfr. em. Vogelsberg
Auf dem Kirchhof Pfr. Zink und Pfr. em. Vogelsberg Pfr. Zink und Pfr. em. Vogelsberg
Dank an den
scheidenden Pfarrer
Dank an den
scheidenden Pfarrer
Dank an den
scheidenden Pfarrer
Dank an den scheidenden Pfarrer Dank an den scheidenden Pfarrer Dank an den scheidenden Pfarrer
Dank an den
scheidenden Pfarrer

Abschiedsständchen

Abschiedsständchen
Dank an den scheidenden Pfarrer Abschiedsständchen Abschiedsständchen

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Evangelische Hubertusmesse in der Kirche zu Winnen
am 11. November 2007

Bläserkorps "Sankt Hubertus - Lahn-Ohm" gestaltete Abendgottesdienst

Winnen. Zu einer "Evangelischen Hubertusmesse" hatte die Evangelisch- Lutherische Kirchengemeinde Winnen (einschließlich Nordeck und Wermertshausen) am Sonntagabend in ihr Gotteshaus in Winnen eingeladen. In einem solchen Gottesdienst werden die liturgischen Stücke von den Bläsern musikalisch gestaltet.
Dafür konnte das Bläserkorps "Sankt Hubertus - Lahn-Ohm" unter seinem Dirigenten Bernhard Züchner gewonnen werden. Gemeindepfarrer Dr. Markus Zink sprach die liturgischen Stücke und hielt die Predigt.

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Vorspiel vor dem Gotteshaus       Vorspiel vor dem Gotteshaus       Die Bläser im Altarraum       Die Bläser im Altarraum
Vorspiel vor dem Gotteshaus                    Bläser haben im Altarraum Aufstellung genommen

Das Vorspiel zum Gottesdienst spielten die Bläser draußen vor der weit geöffneten Kirchtür und zogen anschließend in die voll besetzte Kirche ein. Nach dem Eingangslied und dem Psalm-Wechselgebet erklang der festliche Introitus, auf den Bittruf folgte ein getragenes Kyrie und auf den Lobpreis antworteten die Bläser mit einem schmetternden Gloria. Auf Schriftlesung und Glaubensbekenntnis antworteten die Bläser mit einem Choral, in dem einige bekannte Jagdmelodien verarbeitet waren.

Bläser bei der Liturgie       Bläser bei der Liturgie       Bläser bei der Liturgie       Bläser bei der Liturgie
                 Das Bläserkorps gestaltet die Liturgie musikalisch

Die Predigt stellte Pfarrer Dr. Zink unter einen Text aus dem Römerbrief Kap. 8, 18-25. Der Mensch sei ebenso ein Teil der Schöpfung wie alle Tiere, aber doch kein "nackter Affe", sondern Kind Gottes durch Christus. Dem Zyklus des Lebens unterworfen, leben wir mit und von Tieren, auch durch die Jagd.
Dabei steht eine christlichen Jagdkultur in der Verantwortung, die Schöpfung zu bewahren, die in der Liebe Christi einmal ganz erlöst werden wird. Die Hubertuslegende, wie sie das "Ökumenische Heiligenlexikon" wiedergibt, wurde in die Predigt einbezogen. Danach zieht Hubert, der um 700 gelebt hat, an einem Karfreitag trotz Warnungen seiner Ehefrau zur Jagd und verfolgt einen prächtigen Hirschen. Kurz bevor der Jäger den Bolzen abschießt, wendet sich das Tier zu ihm, ein strahlendes Kreuz erscheint mitten in seinem Geweih und eine klagende Stimme spricht: 'Hubertus, ich erlöste dich und dennoch verfolgst du mich!' Hubert fleht um Erbarmen, wirft seine Waffe fort, baut sich eine Hütte aus Baumzweigen und führt fortan ein weltabgeschiedenes bußfertiges Leben.
In dieser Legende, so Zink, vereine sich die Ehrfurcht vor Gott mit der Ehrfurcht vor seinem Geschöpf.

Auf die Predigt antwortete das Bläserkorps mit dem getragenen Sanctus und der Hubertushymne. Bei den "Glocken" wechselten sich Gesamtchor und Solisten ab. Auf das Vaterunser folgte ein Agnus Dei, und vor dem Segen begleiteten die Bläser den Gemeindegesang "Großer Gott, wir loben dich". Nach dem Segen erklang zum Abschluss des Gottesdienstes der Hubertusmarsch.

Nachspiel vor dem Gotteshaus       Nachspiel vor dem Gotteshaus       Nachspiel vor dem Gotteshaus       Das Büfett
Nachspiel vor dem Gotteshaus                                                             Das Büfett

Nach dem Auszug bot das Bläserkorps vor der Kirche noch einige bekannte Jagdlieder dar, die von den zahlreichen Zuhörern mit kräftigem Beifall bedacht wurden.
Anschließend waren die Bläser und Mitarbeiter zu einem kleinen Imbiss in das Gemeindehaus eingeladen.

Das Büfett       Im Gemeindesaal       Im Gemeindesaal       Im Gemeindesaal
Das Büfett                           Im Gemeindesaal

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Mit der Vier-Fuß-Röhrflöte nun ein deutlich besserer Klang

Orgel in der evangelischen Kirche zu Winnen wurde grundlegend restauriert -
Gemeindemitglieder spendeten 11400 Euro

Allendorf/Lumda-Winnen (jwr). Vor genau 100 Jahren wurde in Winnen die historische Dorfkirche renoviert und mit einer Orgel ausgestattet. Nun scheute die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde weder Kosten noch Mühen, damit "beliebte Stücke von Bach und anderen wieder gut spielbar sind", wie Pfarrer Dr. Markus Zink hofft.



Seit dem Sommer vergangenen Jahres wurde die Orgel im Gotteshaus zu Winnen von Grund auf erneuert und ein neues Register eingesetzt. Wie Dr. Zink im Gespräch mit der Allgemeinen Zeitung erläuterte, wurden - wegen fehlender hochwertiger Metalle - während des Zweiten Weltkrieges lediglich Zinkpfeifen in das Instrument eingebaut, was damals keine Seltenheit gewesen sei.
"Die Wartung ist schon sehr aufwändig", sagt der für Nordeck, Winnen und Wermertshausen zuständige Pfarrer. Besonders Temperaturschwankungen hatten das empfindliche Kircheninstrument klanglich sehr in Mitleidenschaft gezogen. Bei der auch deshalb notwendig gewordenen Restaurierung wurden bewegliche Verschleißteile aus Holz und Metall ersetzt. Das komplette Innenleben der Orgel musste gereinigt wrden. Ferner, so Dr. Zink, wurde eine Vier-Fuß-Röhrflöte eingebaut und damit der Klang deutlich verbessert.



Der Pfarrer freute sich besonders, dass von Gemeindemitgliedern insgesamt 11 400 Euro für die Arbeiten an ihrer Orgel gespendet wurden, was einem Anteil von etwa zwei Dritteln der Gesamtkosten entspricht. Der restliche Teil sei "seitens der Landeskirche unter Zuhilfenahme älterer kommunaler Baulastpflichten" getragen worden.
Bereits am ersten Adventssonntag des vergangenen Jahres war die neu erstrahlte und erklingende Orgel in der farbenfrohen Kirche mit einem Konzert wieder eingeweiht worden. Zu Gehör brachten mehrere Musiker, die sich mit Winnen und seiner Kirche verbunden fühlen, geistliche Werke vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, darunter Kompositionen von Johann Pachelbel, Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude und Gordan Young.



Mitwirkende waren unter anderem Chor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, der evangelische Posaunenchor aus Allendorf, Hiltrud Erbach mit der Solotrompete, die Organisten Friedhelm Schäfer, Herrmann Römer und Barbara Frank sowie die Kreiskantorin für Marburg-Land, Christiane Kessler.

Text: Jonas Wissner für Gießener Allgemeine Zeitung; Fotos Karl Heinrich Imig

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Die Nordecker Burgkapelle

Die im 12. Jh. angelegte Burg Nordeck, Stammsitz eines gleichnamigen Geschlechts, seit dem 13. Jh. Eigentum der Landgrafen von Hessen, ist heute im Besitz der Grafen von Schwerin zu Friedelhausen. Die Burg war einst eine wichtige Sperre der Straße von Mainz nach Amöneburg. Seit 1925 beherbergt sie ein Landschulheim.
Die kleine, aber gut erhaltene Anlage ist eine Hangburg mit Halsgraben, Schildmauer und rundem Bergfried (12./13. Jh.) an der Angriffsseite. Gebäude des 14. bis 17. Jh. umstehen an drei Seiten einen engen Burghof mit altem Brunnen.

Die Burgkapelle liegt in der Vorburg, deren Mauern einen Teil des am Hang liegenden Ortes umschlossen.

Das Alter dieser Burgkapelle wird aus ihren Abmessungen zurückgeschlossen, Urkunden gibt es nicht. Der "römische Fuß", der ihren Abmessungen zugrunde liegt, wurde bis zum 11. Jh. verwendet. In dieser Zeit wurde diese Kapelle mit der Hauptanlage der Burg aus Basalt und Lungstein erbaut.

"Die Nordecker Burgkapelle gehört zu den ältesten noch aktiven Sakralgebäuden im weiten Umfeld. In Nordeck wurde hessische Geschichte geschrieben. Im 13. Jh. ist es - noch vor Marburg - die Keimzelle der Landgrafschaft Hessen, die sich von Thüringen unabhängig machte. Für kurze Zeit war hier faktisch die Hauptstadt Hessens." (Zink, S. 5)

Der Chorraum Wappen an der Empore Die Kanzel
Der Chorraum       Wappen an der Empore       Die Kanzel
      

Der erste urkundliche Hinweis auf einen Burgherrn ist aus späterer Zeit und nennt einen Adolf von Nordeck 1222. Als Siedlung wird Nordeck an der Lumda jedoch schon 1093 erwähnt. Das Dorf setzt aber die Burg voraus, also kann die Erbauung vor 1100 als sicher angenommen werden.

Die Kapelle steht nahe der inneren Festungsmauer und gehörte zur ehemaligen Vorburg. Einst war ihr Grundriss ein Rechteck aus zwei fast quadratischen Teilen, der eine als Chorraum mit Altar, der andere nur ein wenig größere für die Besucher.

Das romanische Kreuzgratgewölbe über dem Chor wird von "Eckvorlagen" getragen. An einer dieser Eckvorlagen entdeckte man bei der Renovierung Anfang der 50er Jahre des vorigen Jh. ein originelles Fresko unbekannten Alters. "Es zeigt einen rotbraunen Teufelskopf, der in den Altarraum starrt ... Die Malerei wurde wieder übertüncht - auf Wunsch der Gemeinde, weil das Bild manchen Besucher beunruhigte."

Ob der große Bogen, der die beiden alten Raumteile trennt, einstmals rund war und erst später zugespitzt wurde, ist nicht sicher. Einen größeren Eingriff hat das Gebäude im Jahre 1708 erfahren. Dach und Decke wurden erneuert, ebenso Portal und Fenster. Eine Empore wurde eingebaut und ein Dachreiter mit Glockenstuhl aufgesetzt. Drei runde Holzstützen tragen diese Konstruktion. Außerdem wurde der Gemeinderaum durch einen höher gelegenen Bereich nach Norden erweitert.

Die Herren von Nordeck hatten vermutlich die Absicht, ihre Kapelle für eine ständige Benutzung zum Sonntagsgottesdienst umzugestalten. Davor haben nur Gottesdienste für die Burgbewohner, aber kaum Gemeindegottesdienste hier stattgefunden. Auf Beschwerde der Patronatsfamilie verfügt das Marburger Kirchenkonsistorium in den Jahren 1733 und 1780 einen regelmäßigen Turnus für Winnen und Nordeck.

Doch schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. war die Kapelle wieder verfallen und wurde rund 40 Jahre nicht genutzt. In der Zwischenzeit wurde eine Renovierung von der Kirchenleitung abgelehnt mit dem Argument, die Kapelle sei nur Privateigentum.
Erst 1842 wurde sie wieder hergestellt, aber auch danach haben keine regelmäßigen Gottesdienste stattgefunden. Der damalige Pfarrer lehnte sie ab mit der Begründung, dass die Kirchengemeinde Winnen dadurch in zwei Gemeinden auseinandergerissen würde.

Dennoch ist die Kapelle unter Einsatz freiwilliger Mitarbeiter in 1933/34 aufwändig renoviert worden. Sie war wiederum seit 30 Jahren nicht mehr benutzt worden und diente als Rumpelkammer. Trauungen und Taufen sollten dort gehalten werden können, dieser Gebrauch hat sich aber erst 1952 durchgesetzt.

Bei dieser Renovierung wurde das Kopfsteinpflaster im Altarraum durch Sandsteinplatten ersetzt. Es entstand der heutige Altar und das Patronatsgestühl auf der Empore. Auf Gestühl und Brüstung sieht man die Wappen derer von Schwerin, Eulenburg und Nordeck.

Dem Schriftenmaler Rudolf Koch, der damals auf der Burg zu Gast war, wurde es erlaubt, die heute noch sichtbaren Schriftzüge an die Ostwand des Chorraums zu setzen. Ohne Vorzeichnung und in 20 Minuten schrieb er in gotischen Lettern den Vers Psalm 103,13 (Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die in fürchten) und Jesaja 40,31 (Die auf den Herren harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler). Auch das Taufbecken und die Altargeräte sind nach Kochs Entwürfen in der ortsansässigen Kunstschmiede Schönwandt hergestellt worden.

Der Taufstein Das Altarkreuz Außenansicht
Der Taufstein           Das Altarkreuz           Außenansicht


Das Altarkreuz

Das Kreuz auf dem Altar besteht aus einem Holzkern mit glänzender Messingauflage, entworfen ebenfalls von Rudolf Koch. An seinen vier Enden trägt das Kreuz die Namen der vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Die Kanten sind mit runden Nietköpfen verziert.

Die Basis bildet eine Stufenpyramide. Über die Mitte der Stufen sind wellenförmige Streifen eingraviert wie fließendes Wasser. Darunter stehen die Namen der Flüsse, die dem Paradies entströmen (Gen 2,10-14): Pischon, Gihon, Tigris, Euphrat. In der Mitte auf der Pyramide thront das Kreuz als Christussymbol.

Dieses Kreuz bildet nicht mehr das Marterholz ab, an dem Jesus starb. Es ist ein leuchtendes Triumphkreuz für Christus als "Licht der Welt". Der vergöttlichte Christus wird nicht in menschlicher Gestalt abgebildet, sondern symbolisch dargestellt. Die Namen der Evangelisten erinnern an sein Leben und Wirken, wie es die Bibel bezeugt.

Text unter Verwendung des Büchleins von Pfr. Dr. Markus Zink (Pfarrer in Winnen): "Die Pfarrei Winnen"
(Vollständige bibliografische Angaben siehe oben)


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Dorfchronist Johannes Wißner ist gestorben

Johannes Wißner
* 23. Januar 1914 + 26. Februar 2007

Unser Dorfchronist, das älteste Mitglied des OHGV-Zweigvereins Nordeck e. V., ist im Alter von 93 Jahren am 26. Februar 2007 verstorben. Vor etwa einem halben Jahr übergab er mir einige Fotos vom alten Nordeck mit der Bitte, sie im Internet zu präsentieren.
Leider war ich bis heute nicht dazu gekommen, sie für das Internet zu bearbeiten und zu veröffentlichen.
Hier sind sie nun - zum Gedenken an Johannes Wißner:

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Johannes Wißner (rechts)      Eine Hochzeit bei "Stelzenbachs" um 1930          
am 1. August 1918

1. August 1918     Eine Hochzeit um 1930     Eine Hochzeit um 1930

Hof und Familie Wißner          Burg Nordeck                 
um 1940                              (undatiert)                   Ratzmühle bis 1848


Hof Wißner um 1940     Burg Nordeck     Ratzmühle 1848

Ansichten vom Dorf (undatiert)

Ansicht vom Dorf     Ansicht vom Dorf     Ansicht vom Dorf

Heutige Rabenauer Straße                         Ehrendamen beim Sängerfest 1930
mit Geschäft von Vultee


          Heutige Rabenauer Straße                     Sängerfest 1930

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Informationen zur Geschichte von Nordeck und Winnen finden Sie auch

auf der Seite von Bernd Rummler, Allendorf


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